Chance für soziales Engagement im Ausland – auch für Menschen mit Behinderung

Die Essener Organisation bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) sucht für „weltwärts“ Freiwillige, die für 6 bis 24 Monaten Gutes tun wollen (für andere und den eigenen Lebenshorizont).

Mann in einer Schreinerei

bezev-Projekt Berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in Mozambique (Foto: bezev)

Bei dem Freiwilligendienst arbeiten junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren in einem Projekt in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa mit. Die Freiwilligen können sich beispielsweise in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umweltschutz, Menschenrechte oder Sport engagieren. Für das nächste Jahr sucht bezev noch Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Behinderung, die einen solchen Freiwilligendienst im Ausland machen wollen.

Bezev geht auf individuelle Bedürfnisse ein

Bezev sucht für die Freiwilligen eine passende Einsatzstelle, in der sie ihre Fähigkeiten einbringen können und die ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Die Freiwilligen werden auf ihren Einsatz vorbereitet und während ihres Freiwilligendienstes pädagogisch betreut. Darüber hinaus erhalten sie finanzielle Unterstützung bei den Reisekosten, für die Unterkunft und Verpflegung sowie Versicherung. Auch bei Mehrbedarfen, wie zum Beispiel einer persönlichen Assistenz, sucht bezev Lösungen.

Eine erste Bewerbungsfrist für eine Ausreise im Sommer 2013 ist der 30. September 2012. Spätere Bewerbungen sind auf Anfrage möglich. Informationen zu möglichen Einsatzstellen und zur Bewerbung erhalten Interessierte auf www.inklusivefreiwilligendienste.de, unter der Telefonnummer 0201/1788963 oder über die Mailadresse [email protected]

Darüber hinaus findet vom 12.-14. Juni in Essen ein internationaler Workshop statt, an dem ebenfalls potentielle Bewerberinnen und Bewerber teilnehmen können. Weitere Informationen hierzu finden Interessierte unter den angegeben Kontaktdaten.

Bisher nur fünf Freiwillige mit Behinderung

Freiwillige mit Behinderung sind in Freiwilligendiensten deutlich unterrepräsentiert. Beim weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben von rund 10.000 Freiwilligen nur etwa fünf Freiwillige mit einer Behinderung teilgenommen. Aus diesem Grund hat bezev das Pilotprojekt „weltwärts alle inklusive!“ ins Leben gerufen, mit dem mehr Menschen mit Behinderung die Teilnahme an Freiwilligendiensten ermöglicht werden soll.

bezev setzt sich seit 1995 für Menschen mit Behinderung weltweit ein. Der Verein fördert eine inklusive Entwicklungszusammenarbeit und die gleichberechtigte Beteiligung von Menschen mit Behinderung bei entwicklungspolitischen und humanitären Initiativen. Neben der Lobbyarbeit, Projekten im Ausland und einem Freiwilligendienst ist bezev in der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit aktiv.

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