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Chinesischer Bombenzünder im Rolli: Keine Entschädigung, Arm ab, und jetzt in den Knast

Gericht verurteilt ihn zu sechs Jahren Haft für Sprenstoffattentat auf Pekinger Flughafen.

Noch mit linkem Arm: Ji Zhonxing kurz bevor er seinen Sprengsatz zündete (Foto: twitter)

Noch mit linkem Arm: Ji Zhonxing kurz bevor er seinen Sprengsatz zündete (Foto: twitter)

Eigentlich hatten die Behörden versprochen, seinen Fall und seine Ansprüche noch mal prüfen zu wollen – aber dazu wird es wohl nun nicht mehr kommen. Der 33-jährige Ji Zhonxing, der nach achtjährigem und erfolglosem Kampf um eine Entschädigung durchgedreht war, muss sechs Jahre in den Knast.

Im Juli hatte der Rollstuhlfahrer, der eigenen Angaben zufolge seine Behinderung aufgrund einer durch die Polizei veranlassten Prügelattacke bei einer Verkehrskontrolle erlitt, hatte im Juli einen Sprengstoff-Attentat im Pekinger Flughafen unternommen (ROLLINGPLANET berichtete: Rollstuhlfahrer zündet Sprengsatz auf Pekinger Flughafen und Sprengstoff-Attentäter im Rollstuhl: Linker Arm amputiert).

Der Mann, der in einem Rollstuhl sitzt, habe vorsätzlich gehandelt, urteilte das Gericht am Dienstag. Neben ihm wurde damals ein Polizist leicht verletzt. Ji Zhonxing musste hingegen der linke Arm amputiert werden.

(RP/dpa)

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