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chrome-test-Schwarz auf weiß: Sender RTL findet es okay, dass er blinde Menschen ausgrenzt

Der Medienkonzern legt Kritik vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) schnell zu den Akten.

RTL verweist auf die öffentlich-rechtlichen Sender.

RTL verweist auf die öffentlich-rechtlichen Sender.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat den Privatsender RTL aufgefordert, blinde Fußballfans „nicht länger auszugrenzen“ (ROLLINGPLANET berichtete).

Wie der Verband mitteilte, will der DBSV, dass Großereignisse wie bald die WM-Qualifikationsspiele zusätzlich in einem Hörkanal übertragen werden. „Die Mediengruppe RTL hat bisher keinerlei Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen ins Programm aufgenommen“, teilte der DBSV mit. RTL solle seine Blockadehaltung aufgeben und die Qualifikationsspiele barrierefrei für blinde und sehbehinderte Menschen ausstrahlen.

„Auch der DFB muss die Frage der Barrierefreiheit stärker berücksichtigen, wenn er die TV-Rechte für die EM 2020 und die WM 2022 vergibt“, wurde DBSV-Präsidentin Renate Reymann zitiert. Zahlen über Sehbehinderte und Blinde seien schwer zu ermitteln, so der DBSV. Nach WHO-Zahlen aus dem Jahr 2002 habe es in Deutschland rund 1,2 Millionen Betroffene gegeben.

Ohne Gesetz juckt es RTL wenig

RTL übertrug zuletzt die EM-Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern zuvor ohne Hörkanal.

Bei RTL reagiert man – so interpretiert es ROLLINGPALENT – bemerkenswert zynisch-salopp. „Wir sind für Anregungen immer offen“, entgegnete ein RTL-Sprecher. „Aber im vorliegenden Fall ist es gut und richtig, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk umfangreich barrierefreie Programme für Zuschauer und Zuhörer anbietet.“ Dies gehöre zu seinem gesetzlich verankerten Auftrag. Die Mediengruppe RTL habe in den vergangenen Jahren bereits ihr barrierefreies Programmangebot für hörgeschädigte Menschen erheblich erweitert.

Der Sprecher fügte hinzu, dass sowohl für sämtliche Fußball-Live-Übertragungen von Relevanz als auch für fiktionale Unterhaltung es ein umfangreiches Programmangebot für blinde und sehbehinderte Menschen bei unterschiedlichen öffentlich-rechtlichen Hörfunksendern gebe und „auch beim Sportradio Sport1.fm“.

(RP/mit Materialien von dpa)

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1 Kommentar

  • sonia

    testkommentar

    19. Oktober 2013 at 10:12

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