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Craven-Nachfolger: Brasilianer Parsons ist neuer IPC-Präsident

Sieg bereits in der ersten Wahlrunde. DBS-Vizepräsident Karl Quade schafft es nicht in den Vorstand.

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Andrew Parsons (40) ist neuer Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Der in Rio de Janeiro geborene Brasilianer wurde am Freitag auf der 18. IPC-Generalversammlung in Abu Dhabi zum Nachfolger von Sir Richard Craven gewählt. Parsons ist erst der dritte Präsident in der 28-jährigen Geschichte des IPC. Er gilt als Marketing-Experte und ist seit acht Jahren Präsident des brasilianischen Paralympischen Komitees.

Parsons setzte sich gegen Haidi Zhang (China/47 Stimmen), John Petersson (Dänemark/19) und Patrick Jarvis (Kanada/12) durch. Er erhielt in der ersten Runde mit 84 Stimmen die notwendige absolute Mehrheit. Neuer Vize-Präsident ist der viermalige Paralympics-Sieger Duane Kale aus Neuseeland. Derweil scheiterte DBS-Vizepräsident Karl Quade in der dritten Runde zur Wahl des neuen IPC-Governing-Boards.

In seiner Antrittsrede nannte Parsons als wichtigstes Ziel, die Zusammenarbeit mit dem IOC weiter zu verstärken.

Große Fußstapfen

„Sir Philip ist eine Legende, ein Mentor, ein absoluter Gigant. Ich trete in sehr große Fußstapfen“,

lobte Parsons seinen Vorgänger. Der 67-jährige Brite war seit 2001 an der IPC-Spitze, seine vierte Amtszeit endete nun nach 16 Jahren.

Der im Rollstuhl sitzende Craven, der in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz bekam, setzte sich immer lautstark für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ein. Er trug maßgeblich zur Veränderung und zum Wachstum des IPC und des Behindertensportes weltweit bei. Im vergangenen Jahr hatte er im Anti-Doping-Kampf für ein klares Zeichen gesorgt, als das IPC das Russische Paralympische Komitee (RPC) suspendierte und damit keine russischen Sportler an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro teilnehmen konnten.

„Philip Craven war das Gesicht des IPC. Mit ihm verlässt ein großer Präsident die paralympische Bühne“, sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

Die paralympische Bewegung hat weltweite Bedeutung erlangt – der ehemalige IPC-Chef Sir Philip Craven kann auf eine überaus erfolgreiche Amtszeit zurückblicken. (Foto: dpa)

Die paralympische Bewegung hat weltweite Bedeutung erlangt – der ehemalige IPC-Chef Sir Philip Craven kann auf eine überaus erfolgreiche Amtszeit zurückblicken. (Foto: dpa)

(RP/dpa)

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