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Da stand ihm das Wasser bis zum Hals: Rambo statt Rambow für einen Rollstuhlfahrer

„Kavalier-Start“: Bugwelle von Containerfrachter begräbt Rentner.

Mit dem legt man sich als Rolli lieber nicht an: Containerfrachter "Henneke Rambow" (Foto:  Wolfgang Berthel)

Mit dem legt man sich als Rolli lieber nicht an: Containerfrachter „Henneke Rambow“ (Foto: Wolfgang Berthel)

Ein Rollstuhlfahrer ist am Mittwoch in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) von der Bugwelle eines Containerfrachters erfasst und verletzt worden. Die 134 Meter lange „Henneke Rambow“ schob eine meterhohe Woge vor sich her, wie die Wasserschutzpolizei am Donnerstag mitteilte.

Die Wassermassen liefen den Deich hinauf und begruben den Senior unter sich. Dabei reichte das Wasser dem Mann bis zum Hals. Die Wucht der Welle schob seinen Krankenfahrstuhl um mehrere Meter zur Seite. Ein Kurzschluss legte den elektrischen Antrieb des Rollstuhls lahm.

Strafverfahren gegen Kapitän

Der völlig durchnässte und unterkühlte Rentner wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Ein anderer Spaziergänger hatte sich durch beherzte Flucht den Deich hinauf vor der Welle retten können.

Der Containerfrachter mit Heimathafen Hamburg war mit starker Beschleunigung aus der Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals in Richtung See ausgelaufen. Gegen den Kapitän wurde ein Strafverfahren wegen Schifffahrtsverkehrsgefährdung eingeleitet.

(dpa)

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