Dagegen ist Barbie einfach nur langweilig: Die Puppen mit Down-Syndrom sind da

Tolle Idee: Eine Mutter entwickelte „Dolls for Downs“ – im Mai kommen sie auf den US-Markt.

DollsforDownsohneBrille
DownsforDollsmitBrille

Als ihre Tochter Hannah, die das Down-Syndrom hat, sich beim Durchblättern eines Katalogs beschwerte, dass keine der Puppen darin ihr ähnlich sähen, beschloss Connie Feda (49), selbst welche zu machen. Hannah war damals neun Jahre alt, jetzt ist sie 13.

Die sechsfache Mutter aus Pittsburg (Pennsylvania, USA) rief das Projekt „Dolls for Downs“ ins Leben. Ihr Ziel: Kinder mit Behinderungen sollen „Freunde fürs Leben“ bekommen und „etwas Schönes beim Spielen sehen können“.

Zwar gab es bereits Puppen mit „Down Syndrom“, aber Feda fand, dass sie nicht realistisch genug aussahen. So entwickelte sie gemeinsam mit der Produktdesignerin Karen fünf Figuren, jeweils 46 Zentimeter hoch, die die Namen Ellie, Nikki, Hannah, Grace und Aziza tragen.

Aus dem kleinen Projekt wurde ein Vollzeitjob, der zunächst einmal darin bestand, Geld für das Projekt zu besorgen. Connie Feda verkaufte selbst entworfene T-Shirts und Schmuck bei eBay, so dass endlich genug Kapitel zusammen war, um ab Mai die Dolls for Downs auf den US-amerikanischen Markt zu bringen. Eine Puppe wird 87.50 USD (umgerechnet 67 Euro) kosten.

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3 Kommentare

  • Almuth Weishaupt

    Als ich nur kurz die Überschrift las,war ich zunächst echt geschockt.Beim Weiterlesen jedoch habe ich die Sache anders gesehen obwohl man nicht alle Behinderungen gleich als Geschäftsidee sehen sollte.Dann gibt`s demnächst amputierte Puppen oder welche mit sonstigen angeborenen Behinderungen,das muß nun wirklich nicht sein.
    Aber gerade bei Kindern mit Down-Syndrom kann ich mir lebhaft vorstellen,wie sie sich selber mit herkömmlichen Puppen vergleichen und das auch hinterfragen.Man soll`s aber nicht übertreiben.

    15. März 2013 at 18:15
  • Michael

    Hallo Rollingplanetteam,
    das ist ja eine tolle Idee.
    Würde sie direkt für meine Enkeltochter kaufen.
    Wäre aber auch für die Puppenstube von Nichtbehinderten etwas.
    Kommt sicherlich auch noch nach Deutschland.

    Rollinplanet ist ein sehr informatives Blatt.
    Danke an die Mitarbeiter.

    20. Mai 2013 at 09:24
    • Gurjit Bremen

      Wer hat dich verarscht, das ding wird immer down sein.

      30. Mai 2016 at 10:14

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