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Daimler spendet 8000 Euro für die Verständigung – und will mehr behinderte Job-Bewerber

Scheckübergabe in der Daimler-Zentrale in Stuttgart

Scheckübergabe in der Daimler-Zentrale in Stuttgart (von links): Prof. Dr. Eckhard Kreßel, Leiter Personal und Arbeitspolitik bei der Daimler AG, VdK-Präsidentin und diesjährige DBR-Sprecherratsvorsitzende Ulrike Mascher, und Alfons Adam, Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei Daimler. (Foto: VdK)

Der Autobauer unterstützt Gehörlose im Deutschen Behindertenrat (DBR) und setzt auf Inklusion an „allen Standorten“.

(VDK/bsc) – Wenn Gehörlose ihre Anliegen präsentieren wollen, vermitteln Gebärdensprachdolmetscher zwischen der hörenden und der nicht hörenden Welt. Doch oft genug scheitert die Kommunikation an den Kosten.

Der Autobauer Daimler unterstützt deshalb die Teilhabe gehörloser Menschen im Deutschen Behindertenrat (DBR) mit einer Spende von 8000 Euro, um Gebärdensprachdolmetscher bei Sitzungen des DBR zu finanzieren.

Im DBR haben sich alle wichtigen Organisationen von Menschen mit Behinderung zusammengeschlossen.

„Wir wünschen uns mehr Bewerbungen“

„Inklusion ist bei Daimler an allen Standorten ein großes Anliegen“, begründete Professor Dr. Eckhard Kreßel, Leiter Personal- und Arbeitspolitik Daimler AG, das Engagement des Autobauers. „Wir würden uns sogar noch mehr Bewerbungen von Menschen mit Behinderung wünschen.“

Seit einigen Jahren hat der Konzern seine Bemühungen um die Inklusion von Menschen mit Behinderung stark intensiviert. Der Anteil von Menschen mit Behinderung an der Belegschaft beträgt derzeit etwa sechs Prozent und liegt damit deutlich über dem derzeitigen Bundesdurchschnitt von 4,3 Prozent in der verarbeitenden Industrie.

Seit 2006 wurden, betont der Konzern, 180 Jugendliche mit Behinderung erfolgreich ausgebildet – und alle übernommen. Zusätzlich gibt es an vier Standorten Projekte, in denen jährlich etwa 40 bis 50 Jugendliche mit Lernbehinderung eine Helferausbildung im Metallbereich absolvieren. Auch diese Jugendlichen werden nach ihrer Ausbildung gewöhnlich übernommen.

Gute Erfahrungen mit gehörlosen Jugendlichen

Sehr gute Erfahrungen habe die Daimler AG speziell in der Ausbildung und Beschäftigung von gehörlosen Jugendlichen gemacht. Im Rahmen des Projekts „AutoMobil“ wurden deren Ausbildungsmöglichkeiten in der Daimler AG erprobt und wissenschaftlich begleitet. Kooperationspartner war auch der Sozialverband VdK, dessen Abteilung Sozialpolitik Schulungen im Bereich Sozialgesetzbuch IX für Ausbildungsverantwortliche im Betrieb durchführte. Koordiniert wurde das Projekt von Alfons Adam, Konzern- und Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen in der Daimler AG. Er knüpfte jetzt auch die Verbindung vom Stuttgarter Konzern zum DBR nach Berlin.

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher dankte Professor Dr. Eckhard Kreßel im Namen des DBR für die Unterstützung: „Menschen mit Behinderung haben das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, das hat die UN-Behindertenrechtskonvention klar formuliert. Dieses Geld hilft, wieder ein paar Barrieren mehr abzubauen.“

Daimer AG ist in der Positiv-Watchlist von ROLLINGPLANET.


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