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Das Altersheim muss warten: Opa Otto ist wieder zurück

Otto Rehhagel (Archivfoto aus dem Jahre 2010)

Otto Rehhagel wird bekanntlich Trainer von Hertha BSC Berlin. Der Mann ist 73 Jahre alt und will partout nicht in den Ruhestand. Bravo!

Nach gefühlten 100 Jahren Bundesliga-Abstinenz (in Wirklichkeit waren es zwölf Jahre) ist Philosoph Otto Rehhagel zurück. Wie er es geschafft hat, die Griechen 2004 zu Europameistern zu machen, ist uns zwar heute noch ein Rätsel. Eins wissen wir jedoch: Rehhagel zeigt uns, dass alles Gute im Leben zurück kommt: Nachdem er früher bevorzugt ausrangierte Oldies in seine Mannschaften einbaute (z.B. Manfred Burgsmüller, der 36 war, als ihn Otto reaktivierte), ist es nur gerecht, dass Otto demnächst wieder auf der Trainerbank sitzt.

Erfahrung zählt

Herthas Manager Michael Preetz bestätigte im Pressedienst ots vor der gestrigen unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund: „Otto Rehhagel hat uns seine Zusage gegeben, uns in dieser Situation zu helfen und bis zum Saisonende zu uns zu kommen. Das Spiel wird heute von René Tretschok und Ante Covic geleitet – die beiden werden ab nächster Woche gemeinsam mit Otto Rehhagel die Verantwortung für die Mannschaft übernehmen. Otto Rehhagel kommt morgen nach Berlin und wird dann in der nächsten Woche mit der Mannschaft arbeiten.“

Auf die Frage, warum die Entscheidung auf Otto Rehhagel fiel, sagte er: „Wir sind ein Aufsteiger, der sich zum Ziel gesetzt hat, den Klassenerhalt zu schaffen. Wir sind aktuell in eine schwierige Situation gekommen. Insofern sind wir überzeugt, dass wir in dieser Situation einen erfahrenen Trainer wie Otto Rehhagel brauchen und dass er gemeinsam mit den beiden jungen Trainern der richtige Mann in dieser Situation ist, um unsere Ziele am Ende der Saison zu erreichen.“

ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Sportmagazin, glaubt, dass Michael Preetz eine echte Flasche leer ist. Findet aber, dass er sich verdient gemacht hat. Er setzt ein Zeichen, dass man auf die Alten nicht verzichten kann. (Wehe, Otto, Du gewinnst nicht die nächsten zwölf Spiele bis zum Saisonende. Sonst ist die ganze Argumentation hier futsch.) (Wir vergaßen, Otto lässt sich nicht duzen: Herr Rehhagel, retten Sie die Hertha.)

Seine besten Sprüche

Quelle: sportwissenschaften.info

Leichte Bälle zu halten ist einfach. Schwierige Bälle zu halten, ist immer schwierig.

Mal verliert man und mal gewinnen die anderen.

Wir spielen am besten, wenn der Gegner nicht da ist.

Die sollen sich nicht so anstellen, bei mir zählen nur glatte Brüche als Verletzungen.

Wer Erster ist, hat immer recht. Ich habe also recht. Und wenn ich Fünfter bin, können Sie wieder mit mir reden.

Alles, was Sie im Kopf haben, weiß ich, bevor Sie es ausgesprochen haben.

Solange nichts entschieden ist, hat man immer noch Möglichkeiten.

Foto: Wikipedia/Beek100 Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

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