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Das Berliner Sofa rollt auch weiterhin

Der Sonderfahrdienst für Menschen mit Behinderung ist für mindestens zwei Jahre gesichert.

(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Der Betrieb des Sonderfahrdienstes (Sofa, eigentlich: SFD) für Menschen mit Behinderung ist für die kommenden Jahre gesichert, teilt die Senatsverwaltung für Gesund und Soziales mit. Der SFD soll Menschen, die in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt sind, Gelegenheit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die Eigenbeteiligung beträgt ab 2,05 Euro pro Fahrt.

Der bisherige Betreiber des Sonderfahrdienstes – die Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Taxibesitzer (WBT), an der es noch vor nicht allzu langer Zeit einige Kritik gab – werde auch der zukünftige sein. Betroffen sind rund 20.000 Inhaberinnen und Inhaber von Magnetkarten, die damit zur Nutzung des Services berechtigt sind

Der neue Vertrag läuft vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2016. Er enthält eine landesseitige Option zur Verlängerung für weitere zwei Jahre. Die WBT hatte als Ergebnis eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag erhalten. Im Rahmen der Zuschlagskriterien wurde dabei erstmalig ein Qualitätskonzept bewertet.

Grundsätzlich werde der bisherige Betrieb des Sonderfahrdienstes unverändert fortgesetzt, wobei es ab 1. Juli 2013 folgende Verbesserungen gebe. Diese sind laut Mitteilung des Senats:

„Ein Stranden von Nutzern vermieden“

  • Durch eine regelmäßige Rufbereitschaft für einen Doppelbus als „Notfallfahrzeug“ in den Randzeiten des Betriebs (5:00 – 9:00 Uhr und 21:00 – 1:00 Uhr) wird ein Stranden von Nutzerinnen und Nutzern vermieden.
  • Fahrten zum zukünftigen Flughafen Berlin-Brandenburg BER werden wie eine Fahrt innerhalb Berlins angesehen.
  • Die Magnetkartenvergabe wird vom Landesamt für Gesundheit und Soziales übernommen.
  • Für zusätzliche Einbindungen ohne Treppenhilfe wird ein Bonus pro durchgeführte Fahrt an das Fahrpersonal gezahlt. Dadurch soll die Zahl der im Betrieb wirtschaftlicheren Einbindungen gesteigert werden.
  • Für Berechtigte, die im Ausnahmefall Treppenhilfe ohne vorangegangene oder nachfolgende Beförderung benötigen, gibt es zunächst für die Dauer eines Jahres als neues Angebot eine reine Treppenhilfe. Die Fortsetzung dieses neuen Angebotes hängt vom Ausmaß der Inanspruchnahme ab und steht unter Finanzierungsvorbehalt.

Infos: www.berlin.de

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