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Das größte Lob, das ein Behinderter bekommen kann

ROLLINGPLANET-Leser A. mit einer ungewöhnlichen Begegnung – die ihm zeigt, dass er alles richtig gemacht hat.

sprechblasen
Eine Begebenheit, die sich am Wochenende zutrug.

Zwei Unternehmer, A. und B., haben vor über 30 Jahren ein Geschäft abgewickelt und sich seither nicht mehr gesehen, seit langem wohnen sie außerdem in unterschiedlichen Städten.

A. hatte damals sein kleines Unternehmen, ein Reisebüro, an B. verkauft. Die Verhandlungen dauerten ungefähr zwei Wochen, waren korrekt und unaufgeregt, man traf sich zwei- oder drei Mal, ehe es zum Vertragsabschluss kam.

Am Samstagabend begegnen sich beide zufällig in einem Biergarten. A. rollt an dem Tisch vorbei, an dem B. mit einer Frau sitzt. B. ruft A. zu: „Kennen wir uns nicht?“

A. hält an, erinnert sich: „Ja, das Reisebüro! Wie geht es Ihnen?“

B.: „Ganz ausgezeichnet. Ihnen hoffentlich auch! Meine Tochter hat inzwischen das Reisebüro übernommen.“ Dann mit einem prüfenden Blick auf den Rollstuhl von A.: „Seit wann sitzen Sie denn im Rollstuhl? Was ist denn passiert?“

A.: „Sie wissen das nicht mehr? Ich saß damals schon im Rollstuhl!“

B.: „Wirklich? Hm. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern.“

(Aufgezeichnet von Johann Löwe)

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2 Kommentare

  • ente

    hihi, das erinnert mich daran,wie mein mann auch mal vergass, meinen rollstuhl ins auto zu laden ^^.

    10. Juni 2013 at 09:21
  • Anne

    Als Mensch und nicht als Behinderter wahrgenommen zu werden – eine sehr schöne Anekdote!

    14. Juni 2013 at 12:45

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