Das Interesse ist so groß wie noch nie: Dreiviertel der Tickets für Paralympics verkauft

ARD und ZDF werden fast 70 Stunden lang berichten. London hat für Rollstuhlfahrer Bahnsteige in den Bahnhöfen verbreitert und setzt Niederflurbusse ein.

„Schauen Sie nicht auf die Beine, sondern auf die Rekorde“: Ticket-Verkaufskampagne (Foto: McCann Worldwide)

Eine ausverkaufte Eröffnungsfeier am 29. August und schon dreiviertel der Tickets vergriffen – zwei Wochen nach Olympia sind auch die Paralympics in London ein Zuschauermagnet.

„Das ist ein neuer Rekord, es sind schon 1,5 Millionen Karten verkauft“, sagte der deutsche Chef de Mission, Karl Quade, am Dienstag bei einem Workshop in Berlin, „da wird es schon kompliziert, überhaupt an Eintrittskarten heranzukommen“. Für die Zeremonie zum Start (live in der ARD) haben sich Queen Elizabeth und Bundespräsident Joachim Gauck angekündigt. Die Spiele der Behinderten gehen bis zum 9. September.

Die Zahl der Athleten steigt in diesem Jahr auf 4.200 aus 165 Nationen, weil erstmals seit 2000 wieder Sportler mit geistiger Behinderung teilnehmen. Im Vergleich zu Peking (472) wird es deshalb mit 503 auch mehr Entscheidungen in den 20 Sportarten geben. Die Veranstaltung soll kompakter als je zuvor sein: Rund die Hälfte der Wettkämpfe werden im Olympia-Park ausgetragen, der Rest mehrheitlich in der River Zone (Flusszone). Die Wettkampfstätten liegen nur 15 Minuten von einander entfernt.

Die Stadt London hat für Rollstuhlfahrer Bahnsteige in den Bahnhöfen verbreitert und setzt Niederflurbusse ein. „Eine Stadt wie London ist natürlich nicht so einfach barrierefrei zu bauen, aber man kann sich gut bewegen“, sagte Quade.

Am 21. Juli wird die deutsche Mannschaft nominiert, die mit rund 150 um 20 Athleten kleiner sein wird als in Peking, wo man Elfter in der Nationenwertung wurde. ARD und ZDF werden mit fast 70 Stunden doppelt so viel berichten wie vor vier Jahren. 2008 waren es nur 30 Stunden.

(dpa)

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