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Das sind die neuesten Fakten zu Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)

Werkstatt in Westfalen-Lippe. (Foto: LWL)

Wie viele dieser Einrichtungen gibt es? Wie viele geistig und körperlich behinderte Menschen arbeiten dort? Was verdienen sie?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Februar 2012 die jüngsten Statistiken über Werkstätten für behinderte Menschen veröffentlicht. ROLLINGPLANET nennt die wichtigsten Zahlen.

So niedrig sind die monatlichen Arbeitsentgelte

Arbeitsentgelte: Zum Vergrößern anklicken (Quelle: WfbM)

Die Entgelte der Beschäftigten im Arbeitsbereich der Werkstätten sind abhängig vom erwirtschafteten Arbeitsergebnis und werden den Werkstattbeschäftigten zu den ergänzenden Grundsicherungsleistungen ausgezahlt.

Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede hinsichtlich der Höhe und der Entwicklung der Arbeitsentgelte. Die monatlichen Arbeitsentgelte 2010 betrugen durchschnittlich 179,38 Euro. Dies ist ein Plus von 5,21 % gegenüber 2008.

In Nordrhein-Westfalen wurde 2010 erheblich mehr bezahlt als 2009 und 2008 – dank eines Plus von 18,59 % gegenüber 2008 lag das monatliche Arbeitsentgelt 2010 bei monatlich 199,18 Euro.

Das höchste Arbeitsentgelt zahlten 2010 Behindertenwerkstätten in Bremen (monatlich 218,29 Euro). Das ist fast doppelt so viel wie beim Schlusslicht Sachsen (monatlich 120,53 Euro).

So viele Werkstätten gibt es

Am 1.1.2011 existierten 721 staatlich anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen. Das sind zwei mehr als 2010.

Wer arbeitet in den Werkstätten?

Zum 1.1.2011 arbeiteten 288.884 Menschen in den Werkstätten. Davon waren 77,79 % Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (221.621) und 18,51 % mit psychischer Beeinträchtigung (52.718). Nur 3,70 % hatten ein körperliches Handicap (10.545).

Mit Abstand die meisten Beschäftigten haben Behindertenwerkstätten in Nordrhein-Westfalen (71.850). Auf Platz 2 und 3 liegen Bayern (36.392) und Baden-Württemberg (34.099). In diesen drei Bundesländern arbeitet fast die Hälfte (49,28 %) aller Menschen in Werkstätten.

Quellen und detaillierte Zahlen: WfbM

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1 Kommentar

  • Behindertebine

    Auch wenn der Beitrag schon älter ist: Es sollte erwähnt werden, dass ein Teil des Entgelts auf die Grundsicherung nach SGB XII angerechnet wird! Heißt also, der Behinderte, bekommt nicht Grundsicherung 382€ + Entgelt, sondern 382€ weniger Summe X laut komplizierter Formel + Entgelt.

    9. Dezember 2013 at 00:10

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