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Davon profitieren nicht nur Behinderte, sondern sogar die Toten: 6,7 Millionen Euro für Integrationsbetriebe

Mit diesem Betrag hat Rheinland-Pfalz 2011 Firmen wie den „Integrationsbetrieb Friedhöfe“ unterstützt.

„Integrationsbetrieb Friedhöfe“ mit Oberbürgermeister Michael Kissel (4.v.l.), Bürgermeister Georg Büttler (4.v.r.), Mitinitiator MdL Jens Guth (3.v.r.) und dem Leiter der Friedhofsbetriebe Ralf-Quirin Heinz (2.v.r.) (Pressefoto)

Unser ROLLINGPLANET-Beispiel klingt ein wenig makaber: Wo finden Menschen mit Behinderung einen zukunftssicheren Job? In der Friedhof- und Bestattungsbranche – dieser Geschäftsbereich ist ebenso lukrativ wie konjunkturunabhängig: Gestorben wird immer.

So war es denn vermutlich auch keine schlechte Idee der Stadt Worms (82.000 Einwohner), am 23. März 2011 den „Integrationsbetrieb Friedhöfe“ als Modellprojekt vorzustellen. Die Idee dazu war vom Landtagsabgeordneten Jens Guth und dem Ratsmitglied Christina Heimlich gekommen.

„Auf Beschluss des Wormser Stadtrates bietet die Stadt Worms mit ihrem neuen ‚Integrationsbetrieb Friedhöfe’ als erste Kommune in Rheinland-Pfalz diesem Personenkreis jetzt langfristig berufliche Perspektiven – zum gleichen Lohn wie bei Mitarbeitern ohne Behinderung“, hieß es dazu aus der Stadtverwaltung. Der gleiche Lohn wird durch Zuschüsse möglich des Landes möglich.

Mit rund 6,7 Millionen Euro hat Rheinland-Pfalz im Jahr 2011 die Integrationsbetriebe im Land gefördert. Das sind 600.000 Euro weniger als 2010.

Das geht aus einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor. Am 1. Januar 2012 waren 855 Schwerbehinderte in 72 Integrationsfirmen beschäftigt. Im Vorjahr wurden die Betriebe mit rund 7,3 Millionen Euro unterstützt.

(dpa/RP)

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