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DBS-Chef Beucher fordert mehr Barrierefreiheit

Warum ist Großbritannien ein Vorbild? Kurz vor dem Start der Paralympics hat der Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) die mangelnde Barrierefreiheit in Deutschland beklagt.

Friedhelm Julius Beucher (Foto: DBS)

Im Alltag laufe die Integration von Menschen mit Behinderung noch nicht reibungslos, sagte Friedhelm Julius Beucher heute im Deutschlandradio Kultur und machte sich für einen uneingeschränkten Zugang zu allen gesellschaftlichen Einrichtungen stark.

Im deutschen Leistungssport gebe es bereits keine Barrieren mehr, stellte Beucher fest. An den Olympiastützpunkten trainierten bereits behinderte und nicht-behinderte Athleten selbstverständlich nebeneinander. Im Alltagsleben sei dies anders. „Da hilft ungemein die aktuelle Debatte um die Inklusion, wo es um nicht mehr als um Teilhabe geht. Und diese Teilhabe haben wir sicherzustellen. Dann stellt man nicht mehr die Frage danach: Hat der jetzt eine Behinderung oder hat der keine Behinderung?“, sagte Beucher.

Als Vorbild nannte der DBS-Chef den Paralympics-Gastgeber Großbritannien. Dort gebe es auch keine „Barriere in den Köpfen“ mehr. Die Ausrichterstadt London sei generell auf Menschen mit Behinderung eingestellt. (ROLLINGPLANET berichtetete: Paralympics 2012: Warum Großbritannien den Behindertensport so ernst nimmt) „Oder wie der britische Premier sagte: ‚Wir haben tolle Olympische Spiele hingelegt, und wir zeigen, dass wir jetzt noch bessere Paralympische Spiele machen‘. Das heißt: Sie nehmen auch die Herausforderung an, das Besondere in den Mittelpunkt zu stellen“, erklärte Beucher.

Nach der Eröffnung heute Abend (ARD, ab 22 Uhr) beginnen die Wettkämpfe der Paralympics am Donnerstag. Bis zum 9. September kämpfen 4.280 Athleten um die Medaillen.

(dpa)


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