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DBS-Chef über Trump und Kim: „Das sind die beiden Ober-Idioten“

Diplomatischer, aber zwischen den Zeilen nicht weniger deutlich äußert sich Beucher über die Spitzensportverbände des DOSB.

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), fordert eine stärkere Verzahnung der paralympischen Sportarten mit den Spitzensportverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). „Wir suchen eine nähere Anbindung zu den Sport-Fachverbänden. Da sind wir auf einem organisatorischen Weg, der je nach Verband etwas holpriger oder etwas glatter ist“, sagte der 71-Jährige vor der Eröffnung der Blindenfußball-EM in Berlin.

Die Kicker haben sich bislang noch nie für die Paralympics qualifiziert.

„Wie kann es sein, dass die Fußball-Großmacht Deutschland im paralympischen Fußball ein Zwerg ist? Diese Lücke gilt es zu schließen. Einige Länder sind da weiter als wir“,

sagte der SPD-Politiker. Er forderte für den EM-Gastgeber, dass er zukünftig unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) agiert.

„Um den Spielbetrieb zu erweitern und international vorn mitzuspielen, muss der Blindenfußball in den DFB integriert werden.“

Russland-Doping immer noch Topthema

Während Russland bei der Blindenfußball-EM am Start ist, ist die Teilnahme an den Winter-Paralympics in Pyeongchang im März 2018 noch nicht sicher. Vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) war Russland wegen des Staatsdopings bereits von den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro ausgeschlossen worden.

„Das Thema steht bei der Generalkonferenz des IPC Anfang September in Abu Dhabi auf der Tagesordnung. Erfüllt Russland die Bedingungen nicht, gehe ich nicht davon aus, dass das IPC mit sich handeln lässt. Aber das ist spekulativ“, meinte der DBS-Präsident.

Trump (r.) und Kim (l.) drohen sich gegenseitig mit militärischer Gewalt. (Foto: IWN/dpa)

Trump (r.) und Kim (l.) drohen sich gegenseitig mit militärischer Gewalt. (Foto: IWN/dpa)

Beucher beobachtet vor den Paralympics in Südkorea im kommenden März mit mulmigen Gefühlen die Geschehnisse zwischen den USA und Nordkorea.

„Wir haben viele Idioten auf dieser Welt als Staatslenker, aber das sind die beiden Ober-Idioten. Da hat man große Sorgen. Pyeongchang liegt nur 200 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt.“

Ob Deutschland eventuell auf die Reise nach Südkorea verzichtet, konnte Beucher nicht sagen. „Wir bewerten die Lage erst später, wenn Mannschaft und Flug-Daten feststehen. Wir haben ständig Kontakt zum Außenministerium und beobachten die Lage natürlich intensiv.“

(dpa)

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