Demenz: Bei Unfall kein Versicherungsschutz

Das sollten auch Angehörige wissen: Wer in Folge geistiger Verwirrung einen Schaden verursacht, erhält in vielen Fällen keine Leistungen.

Versicherungen sollten von Zeit zu Zeit überprüft werden. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Versicherungen sollten von Zeit zu Zeit überprüft werden. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

Menschen mit bestimmten geistigen Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz gelten in einigen Versicherungssparten als nicht versicherbar. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin hin. Beispiel Unfallversicherungen: Hier sind Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen häufig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer also in Folge geistiger Verwirrung einen Unfall erleidet, würde nach den Bedingungen eines Standardvertrags unter Umständen keine Leistung erhalten, so der GDV.

Betroffene sollten daher ihren Versicherungsschutz überprüfen, wenn bei ihnen eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde. Ratsam ist es, sich direkt an den Versicherer zu wenden. Führt nach den Versicherungsbedingungen eine Demenzerkrankung dazu, dass der Kunde nicht mehr versicherbar ist, werden laut GDV zu viel bezahlte Beiträge rückwirkend vom Zeitpunkt der Diagnose an erstattet.

(dpa)

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