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Denk an mich. Dein Rücken: Fit im Rolli

Initiatoren der Kampagne stellen Ausgleichsübungen für Paraplegiker und Tetraplegiker vor.

Eine Rückenübung für Rollstuhlfahrer: Arme bewegen sich seitlich in Richtung des Körpers, die Schulterblätter bewegen sich nach hinten.  Als Richtwert gilt: 3 Sätze á 20 Wiederholungen. Der Schwierigkeitsgrad kann durch die Stärke des Therabandes variiert werden. (Foto: Dorothea Scheurlen / Präventionskampagne Dein Rücken)

Eine Rückenübung für Rollstuhlfahrer: Arme bewegen sich seitlich in Richtung des Körpers, die Schulterblätter bewegen sich nach hinten. Als Richtwert gilt: 3 Sätze á 20 Wiederholungen. Der Schwierigkeitsgrad kann durch die Stärke des Therabandes variiert werden. (Foto: Dorothea Scheurlen / Präventionskampagne Dein Rücken)

Auch und gerade für Rollis gilt: Langes Sitzen verursacht schnell Rückenbeschwerden. Bestimmte Muskelgruppen werden einseitig belastet, andere unzureichend gefordert. Für den sicheren Umgang mit dem Rollstuhl ist gerade die Kraft und Beweglichkeit der Oberkörpermuskulatur wichtig. Die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ stellt deshalb Ausgleichsübungen für Rollstuhlfahrer vor.

Denk an mich. Dein Rücken

In der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern. Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Einfache Übungen, große Wirkung

„Sport erhält nicht nur die körperliche Mobilität, sondern fördert ganz nebenbei auch den sicheren Umgang mit dem Rollstuhl“, sagt Nicole Seifert, Expertin der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und selbst Rollstuhlnutzerin. Schon regelmäßig ausgeführte, einfache Übungen, betont Seifert, verbesserten die Mobilität und Kraft der entscheidenden Arm- und Rumpfmuskulatur. Diese ist täglich gefordert: beim Antreiben des Rollstuhls aber auch für Stützgriffe, um das Gesäß zu entlasten oder Transfers durchzuführen.

Übungen als DVD erhältlich

Das Übungsprogramm haben laut Mitteilung erfahrene Mitarbeiter des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes zusammengestellt. Auszüge des Programms sind als Poster erhältlich. Das komplette Übungsprogramm ist auf einer DVD zusammengestellt. (Bestellung über [email protected]) Die Übungen eignen sich für Paraplegiker und moderater ausgeführt auch für den Tetraplegiker. Den Anfängern wird empfohlen, die Übungen auch mit ihren Therapeuten gemeinsam zu erlernen.

Durch eine gesteigerte Beweglichkeit und Fitness können Grenzen erweitert und neue Ziele erreicht werden. Die individuelle Belastbarkeit sollte jedoch nicht überschätzt werden, warnen die Initiatoren – realistische Erwartungen und regelmäßiges Training seien besonders wichtig für ein Erfolgserlebnis.

(PM)

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