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Der nächste Querschnittgelähmte kommt bestimmt: Geben Sie ihm ein bisschen Wärme

Selbst im Hochsommer sollten Unfallopfer im Freien mit einer Rettungsdecke eingehüllt werden. Egal wie warm es ist, sie müssen vor Unterkühlung geschützt werden. Das damit verbundene Risiko wird von vielen Ersthelfern unterschätzt.

Autoschrott

Was tun mit den Überlebenden? (Foto: S.media/pixelio.de)

(dpa/tmn) – Ersthelfer sollten Verletzte bei Verkehrsunfällen immer mit einer Rettungsdecke zudecken – unabhängig davon, wie warm es draußen ist. „Auch an heißen Sommertagen drohen Betroffene sonst zu unterkühlen, besonders wenn sie am Boden liegen. Das kann zu großen Problemen bei der intensivmedizinischen Versorgung und der Nachbehandlung führen», sagte Prof. Peter Sefrin, Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Etwa jeder zweite Schwerverletzte komme im Sommer unterkühlt in der Klinik an.

Obligatorisch für Kfz-Verbandskasten

Jeder Kfz-Verbandskasten muss eine solche Rettungsdecke enthalten. Die dünne Folie schützt Verletzte vor dem Auskühlen sowie vor Wind und Regen. Die Rettungsdecke hat eine silberne und eine goldene Seite, die goldene Seite sollte nach außen zeigen, wenn sie nach einem Unfall benutzt wird.

Die möglichen Folgen einer Unterkühlung sind erheblich: „Wenn der Körper auskühlt, können zum Beispiel die Herz- und Nierenfunktion und der Zuckerstoffwechsel schwer gestört werden“, warnt Prof. Sefrin. Außerdem könnten das Immunsystem und die Blutgerinnung beeinträchtigt werden.

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