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Der Siegeszug der „Rentner-Bravo“

Der Markt für kostenlose Seniorenmagazine boomt. Die Zielgruppe ist eigentlich kaufkräftig – warum traut sich dann kaum ein Verlag, Geld für die Magazine zu verlangen?

Die Süddeutsche Zeitung betrachtet den Markt: „Eine riesige Anzahl an Seniorenheften, alle auf schwerem Hochglanzpapier gedruckt, alle mit regionalem Bezug, wird jeden Monat in kleinen Auflagen in Geschäften und Arztpraxen kostenlos ausgelegt. Beste Jahre oder Generation Plus heißen die Titel. Letzteres Heft etwa erklärt in der Unterzeile, ein ‚Best-Ager-Magazin für die Region Göttingen‘ zu sein. Finanziert werden die Magazine durch Anzeigen und nicht durch Verkaufserlöse, alle existieren sie unabhängig von den großen Verlagen.“ Aber:

Die wenigsten Verlage versuchen, die Altersgruppe am Kiosk gesondert anzusprechen. Und vor allem die großen Medienhäuser trauen sich bislang nicht an ein solches kostenpflichtiges Heft heran.

(…)

Das zweite Problem der Hefte wird deutlich, wenn Caroline Mascher von ihren Erfahrungen mit dem Werbemarkt erzählt. Auch die Anzeigenplatzierung ist „eine Gratwanderung“, sagt sie: „Wir würden sicher nicht den Relax-Sessel in unserem Heft vorstellen, auch wenn der ein Renner ist auf der Messe 60 plus. Wir würden auch keine Treppenliftanzeigen ins Heft nehmen.“ Wer also wirbt in einem Magazin, das Ältere ansprechen soll, aber keine Anzeigen von Firmen will, die nur Ältere erreichen möchten?

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