Deutsche Rollstuhlbasketballer jubeln über EM-Bronze

74:56-Erfolg über Niederlande im kleinen Finale. Bundestrainer Zeltinger ist stolz. Von Andreas Joneck

Jubel auf der deutschen Bank nach der Schlusssirene, v.l.: Jan Sadler, Marcus Kietzer, Sebastian Magenheim, Christoph Küffner, Christopher Huber, Bärbel Börgel, Sascha Kluge, Cornelia Freitag und Martin Kluck (Foto: Andreas Joneck)

Jubel auf der deutschen Bank nach der Schlusssirene, v.l.: Jan Sadler, Marcus Kietzer, Sebastian Magenheim, Christoph Küffner, Christopher Huber, Bärbel Börgel, Sascha Kluge, Cornelia Freitag und Martin Kluck (Foto: Andreas Joneck)

Die deutschen Herren haben bei den Europameisterschaften im britischen Worcester die zweite Medaille des Tages (ROLLINGPLANET berichtete: Deutsche Damen holen sich EM-Titel zurück) für das Team Germany gewonnen. Im Spiel um Platz drei bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger die Niederlande mit 74:56 (14:18/30:30/54:40) und sicherte damit neben der Fahrkarte zu den Paralympics in Rio auch eine viel umjubelte Bronzemedaille.

„Diese Medaille bedeutet uns so viel nach diesem Sommer, in den wir so viel Energie gesteckt haben. Es ist der Lohn für so viel! Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute auch mental gezeigt hat, dass sie bereit war dieses Spiel zu gewinnen“, so Zeltinger nach der Schlusssirene in der University Arena von Worcester.

Thomas Böhme (dunkles Trikot) war einmal mehr nur durch Fouls, wie hier durch Walter Groen (r.), zu stoppen. Links beobachtet Mustafa Korkmaz die Szene. (Foto: Andreas Joneck)

Thomas Böhme (dunkles Trikot) war einmal mehr nur durch Fouls, wie hier durch Walter Groen (r.), zu stoppen. Links beobachtet Mustafa Korkmaz die Szene. (Foto: Andreas Joneck)

Zu Beginn der Partie sahen die deutschen Fans einen Start nach Maß, als ein 7:0 (3.) auf der Anzeigentafel aufleuchtete. Doch schon bald wendete sich das Blatt und Oranje zog über 14:9 (7.) bis auf 28:22 (16.) davon. Die entscheidende Phase brach dann nach dem Seitenwechsel an, als das deutsche Team spielerisch und mental den niederländischen Traum einer Medaille platzen ließ und vor allem Dirk Passiwan und Thomas Böhme teils nach Belieben zauberten.

Damit hat sich die Mannschaft um Kapitän Björn Lohmann die sechste deutsche Medaille in der EM-Geschichte gesichert, nach Silber 1999 und 2011 sowie Bronze 1989, 2001 und 2007.

Das deutsche EM-Team (Foto: Andreas Joneck)

Das deutsche EM-Team (Foto: Andreas Joneck)

Niederlande: Mustafa Korkmaz (19/3 Dreier, BG Baskets Hamburg), Mattijs Bellers (13), Robin Poggenwisch (12), Walter Groen (6), Frank de Jong (4), Gijs Even (2), Marc van de Kuilen, Anton de Rooij, Mark Aalders (n.e.), Sebastio Nijman (n.e.), Kornelis van der Werf (n.e.), Quiinten Zantinge (n.e.).

Deutschland:
Thomas Böhme (21/2, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (21/2, Doneck Dolphins Trier), Aliaksandr Halouski (16, RSB Thuringia Bulls), Dirk Köhler (7, RSV Lahn-Dill), Jan Haller (4, RSV Lahn-Dill), André Bienek (3, RSB Thuringia Bulls), Matthias Heimbach (2, FCK Rolling Devils), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Christopher Huber (n.e., RSV Lahn-Dill), Marcus Kietzer (n.e., RSB Thuringia Bulls), Sebastian Magenheim (n.e., USC München), Jan Sadler (n.e, Hannover United).

(PM)

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