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Deutsche Rollstuhlbasketballerinnen kehren aus den USA zurück

Jetzt gehören unsere Damen erst recht zu den EM-Favoriten: Drei Erfolge aus vier Spielen gegen den noch amtierenden Weltmeister.

Die Deutschen mit Kapitän Marina Mohnen gewannen drei Mal gegen die USA (hier Archivfoto, 2010)

Die Deutschen mit Kapitän Marina Mohnen gewannen drei Mal gegen die USA (hier Archivfoto, 2010)

Nach einem intensiven Trainingslager mit vier Testspielen gegen Weltmeister USA zog Bundestrainer Holger Glinicki ein überaus positives Fazit seiner EM-Vorbereitung in Warm Springs im US-Bundesstaat Georgia. Dabei konnte der amtierende Paralympicssieger und Europameister Deutschland drei Erfolge aus vier Duellen mit dem neuformierten Team aus Nordamerika verbuchen.

Geriet das erste Spiel gegen das junge US-Team noch zu einem spannenden Krimi, bei dem die ING-DiBa Korbjägerinnen am Ende mit 61:54 (13:10/25:22/41:35) die Nase leicht vorne hatten, spielte die Mannschaft um Kapitän und Topscorerin Marina Mohnen insbesondere im zweiten Match ihre Dominanz aus. Mit 18:0 ging das dritte Viertel dabei eindrucksvoll an das Team Germany, das am Ende mit 52:31 (10:11/22:23/40:23) triumphieren konnte.

In den letzten beiden Vergleichen gegen die Nordamerikanerinnen merkte man der deutschen Auswahl dann einen deutlichen Kraftverlust nach zehn Tagen intensivem Athletiktraining an. Reichte es in der abschließenden Begegnung noch zu einem hauchdünnen 45:44 (24:7/30:17/37:31)-Erfolg, kassierte der Gast aus Deutschland in Match Nummer drei eine deutliche 43:62 (9:16/20:33/33:43)-Niederlage.

Ideale Trainingsbedingungen in Warm Springs

„Wir sind auf dem Weg zur Europameisterschaft im eigenen Land ein sehr gutes Stück weitergekommen, hatten ideale Trainingsbedingungen im abgeschiedenen Warm Springs und haben drei gute Partien gegen die USA gezeigt“, freute sich Bundestrainer Glinicki am Ende über eine gelungene Dienstreise in die USA. Nach einigen Tagen der Regeneration steht nun Anfang Juni die erste Kraftprobe mit der europäischen Konkurrenz an. Erstmals im Vorfeld der EM vom 28. Juni bis 7. Juli in Frankfurt am Main trifft Deutschland dann in Papendal auf seinen ärgsten Herausforderer Niederlande.

USA: Desiree Miller (44/3 Dreier), Gail Gaeng (26), Rose Hollermann (23), Megan Blunk (10), Courtney Ryan (10), Darlene Hunter (9), Mackenzie Soldan (4), Kimmie Champion (3), Jen Poist (2), Molly Bloom, Carlie Cook, Kaitlyn Eaton, Deanna Free, Gillian Host, Caitlin McDermott, Rachel Voss.

Deutschland: Marina Mohnen (52, Köln 99ers), Mareike Adermann (40, University of Wisconsin/USA), Gesche Schünemann (37, RSV Lahn-Dill), Annika Zeyen (21, University of Alabama/USA), Edina Müller (15, Hamburger SV), Johanna Welin (12, USC München), Anne Brießmann (8, Mainhatten Skywheelers), Heike Friedrich (6, Mainhatten Skywheelers), Maya Lindholm (5, Hamburger SV), Annabel Breuer (2, RSV Lahn-Dill), Anna Gerwinat (2, Alba Berlin), Helene Harnisch (USC München), Laura Fürst (University of Wisconsin/USA), Maria Kühn (Mainhatten Skywheelers).

(aj, Foto: Wikipedia/Larrie Tiernan. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.)

ROLLINGPLANET-SPECIAL: Eurobasketball 2013
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