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Deutsche Sportler für Winter-Paralympics in Sotschi nominiert

„Klein, aber fein“ und zu wenig Geld: Nur 13 Männer und Frauen des DBS kämpfen im alpinen und nordischen Skisport sowie im Biathlon um Medaillen.

Die älteste DBS-Teilnehmerin: Andrea Eskau (Foto: fit trifft chic)

Die älteste DBS-Teilnehmerin: Andrea Eskau (Foto: fit trifft chic)

Mit einer kleinen Mannschaft von nur 13 Sportlern fährt der Deutsche Behindersportverband (DBS) zu den Winter-Paralympics nach Sotschi. Sieben Männer und sechs Frauen werden vom 7. bis 16. März in Krasnaja Poljana in den Sportarten Ski alpin, Ski nordisch und Biathlon antreten. Das teilte der Verband am Donnerstag im Anschluss an die Nominierungssitzung mit. Vor vier Jahren in Vancouver und Whistler hatten 20 deutsche Sportler 24 Medaillen gewonnen und damit Platz eins in der Nationenwertung belegt.

„Unser Team besteht aus einigen erfahrenen und erfolgreichen, aber auch aus jungen Athleten. Man könnte auch sagen, wir schicken eine kleine, aber feine Mannschaft nach Sotschi. Wenn es den Athleten gelingt, vor Ort ihre Topleistungen abzurufen, dann werden wir auch schöne Erfolge feiern“, sagte Chef de Mission Karl Quade. Nicht qualifiziert hatten sich die Mannschaften im Curling und im Sledgehockey.

Die Nominierten:

Ski alpin: Anna-Lena Forster (Radolfzell/Stahringen), Franz Hanfstingl (Bruckmühl), Georg Kreiter (Egling/Öhnböck), Thomas Nolte (Räbke), Andrea Rothfuss (Innsbruck), Anna Schaffelhuber (München) – Para-Snowboard: Stefan Lösler (Kirchheim)

Ski nordisch: Willi Brem (Ketterschwang), Andrea Eskau (Bergheim),
Martin Fleig (Gundelfingen), Vivian Hösch (Freiburg), Tino Uhlig
(Baiersbronn), Anja Wicker (Stuttgart)

Begleitläufer: Norman Willo Schlee (Freiburg), Florian Grimm (Kempten)

Zusammen mit den 13 Sportlern nominierte der DBS zwei Begleitläufer für die Sehbehinderten sowie 27 Personen für das Funktionsteam aus Trainern, Ärzten, Physiotherapeuten und Betreuern. Die Jüngste im deutschen Team ist Anna-Lena Forster mit 18 Jahren, die Älteste Andrea Eskau mit 42 Jahren.

Aus Geldmangel mit vier Wochen Verspätung starteten die besten Wintersportler des DBS erst Anfang Januar in die letzte Vorbereitungsphase auf die Paralympics (ROLLINGPLANET berichtete: Höhenluft für den Traum von Gold: Andrea Eskau trainiert für Sotschi).

Angeführt von der fünffachen Siegerin Verena Bentele sowie den Alpinen Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler hatte der DBS vor vier Jahren 13 Mal Gold, fünfmal Silber und sechsmal Bronze gewonnen. In Sotschi erwarten die Organisatoren rund 700 Sportler aus 45 Nationen. Neu im Programm ist mit je einer Entscheidung bei Männern und Frauen Snowboard.

Die jüngste DBS-Teilnehmerin: Anna-Lena Forster (Foto: Pressefoto)

Die jüngste DBS-Teilnehmerin: Anna-Lena Forster (Pressefoto)

Für die deutschen Starter lohnen sich Medaillengewinne auch finanziell. Erstmals werden die gleichen Prämien gezahlt wie für die Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen. Danach bringt Gold 20.000 Euro, Silber 15.000 Euro und Bronze 10.000 Euro. Noch bei den Paralympics in London hatte es für einen Sieg nur 7500 Euro gegeben.

(RP/dpa)

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