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Deutscher Behindertensportverband: Inklusion kommt zu langsam voran

„Gemessen an unseren Forderungen, die auf der UN-Behindertenrechtskonvention beruhen, sind wir nicht weit genug.“

DBS-Vize Thomas Härtel (Foto: DBS)

DBS-Vize Thomas Härtel (Foto: DBS)

Gemeinsamer Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung ist in Deutschland noch längst keine Normalität. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Inklusionsstudie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

„Die aktuellen Daten zeigen im Vergleich mit älteren Zahlen einen Vorwärtstrend“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), Thomas Härtel, „aber unsere Erwartungen, auch in Bezug auf den Schulsport, sind längst nicht erfüllt.“

„Politische Bekenntnisse reichen nicht aus“

Wie aus der am 18. März 2013 veröffentlichten Studie hervorgeht, ist das Bild des Zustands der Inklusion in den 16 Ländern sehr unterschiedlich (ROLLINGPLANET berichtete: Inklusion: Welches Bundesland ist am weitesten?). „Wir erkennen jeden Fortschritt an“, kommentierte DBS-Vize Härtel. „Gemessen an unseren Forderungen, die auf der UN-Behindertenrechtskonvention beruhen, sind wir aber nicht weit genug.“

Härtel ermunterte die Länder, mehr für Inklusion im Sport zu sorgen: „Inklusion ist in aller Munde. Aber politische Bekenntnisse reichen nicht aus. Ausreichende Personal- und Sachmittelausstattung sind zwingende Voraussetzungen für Akzeptanz des Inklusionsgedankens. Wenn in den Klassenzimmern sowie in den Sport- und Schwimmhallen keine Erfolge sichtbar sind, werden Vorbehalte und Enttäuschungen bestehen bleiben“, sagte Härtel.

(DBS)

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