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„Deutsches Haus“: Erstmals auch für das Paralympics-Team geöffnet

Bettina Wulff weiß jetzt, wo sie ihren Gästen Canapées anbieten darf.

Das Deutsche Haus in London ist in einem 200 Jahre alten Lagerhaus untergebracht (Foto: DSM)

Das Deutsche Haus bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 13. August) wird ein Treffpunkt für Athleten, Trainer, Betreuer und Sponsoren werden. Und erstmals bei Sommerspielen wird die Einrichtung auch dem deutschen Paralympics-Team zur Verfügung stehen.

Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die ehemalige Bundespräsidentengattin und Otto-Bock-Paralympics-Botschafterin Bettina Wulff, die nun weiß, wo sie mit ihren Gästen plaudern wird.

„Es ist ein weiteres Zeichen der Gleichbehandlung“, meinte Karl Quade heute, Chef de Mission der deutschen Paralympics-Mannschaft. Bekannt gegeben wird das Team der Behindertensportler am 21. Juli. Quade geht davon aus, dass 151 Starter und 100 Betreuer nominiert werden können.

“Emotionaler Treffpunkt“

Das Projekt „Deutsches Haus London 2012“ wurde an diesem Freitag in Düsseldorf vorgestellt. „Es ist Wohnstube, Küche und auch Kinderzimmer für die deutsche Olympiamannschaft, Wirtschaftspartner und Medien, ein emotionaler Treffpunkt. Man braucht so einen Anlaufpunkt“, sagte Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Rund 1.000 Gäste werden dort täglich bei den Spielen erwartet, rund 350 pro Tag während der Paralympics.

Das Deutsche Haus ist seit vielen Jahren eine Institution bei Olympischen Spielen. Erstmals wurde ein Deutsches Haus 1988 bei den Olympischen Winterspielen in Calgary eingerichtet. Auch 2014 bei den Winterspielen in Sotschi/Russland und 2016 bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro wird es jeweils ein Deutsches Haus geben. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete der DOSB mit der Messe Düsseldorf, die seit 2000 in Sydney Partner und Sponsor des Projektes ist.

Erstmals 1988 eingerichtet

Das Deutsche Haus in London liegt im modernen Finanzdistrikt Canary Wharf und ist im denkmalgeschützten Museum of London Docklands untergebracht. In dem 200 Jahre alten Lagerhaus im späten Georgianischen Baustil begegnen Besucher der Geschichte der Londoner von den ersten römischen Siedlern bis zur heutigen Stadtverwaltung.

„Sie erfahren, wie die Themse zum globalen Transportweg wurde, der durch einen der ältesten Häfen der Welt ins Herz der Stadt führte“, schwärmt der DOSB. „Doch auch die jüngsten Entwicklungen in der früheren Hafengegend sind erwähnenswert. Nur fußläufig zu dem früheren Lagerhaus liegt der Bürokomplex Canary Wharf – hier recken sich die drei höchsten Gebäude Großbritanniens empor und symbolisieren den Wachstum der Isle of Dogs zum neuen Finanzviertel der britischen Hauptstadt. Seit Beginn der 1990er Jahre siedeln sich auf der Halbinsel zunehmend Banken, Medienunternehmen und Anwaltskanzleien an, darüber hinaus hat sie sich zu einem exklusiven Einkaufszentrum entwickelt. Dadurch ist ein spannender Kontrast zu der früheren Hafengegend entstanden, die mit Backsteinhäusern, Kopfsteinpflaster und Straßencafés eine gemütliche Atmosphäre in der lebendigen Metropole schafft.“

Unter dem Dach des Deutschen Hauses wird auch ein Fan-Fest für Olympia-Besucher aus aller Welt stattfinden.

(dpa/RP)

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