Deutsches Paralympics-Team kann auf bis zu sechs Nachrücker hoffen

Außerdem: ROLLINGPLANET zeigt, wie sich unsere Athleten in Hannover einkleiden.

Friedhelm Julius Beucher (l), Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, und Karl Quade (r), Chef de Mission der deutschen paralympischen Mannschaft, stehen bei der Einkleidung der deutschen Sportler für die Paralympics in Rio 2016 Hannover (Niedersachsen) vor einem Aufsteller. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Friedhelm Julius Beucher (l), Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, und Karl Quade (r), Chef de Mission der deutschen paralympischen Mannschaft, stehen bei der Einkleidung der deutschen Sportler für die Paralympics in Rio 2016 Hannover (Niedersachsen) vor einem Aufsteller. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Die deutschen Behindertensportler können im Fall eines endgültigen russischen Ausschlusses von den Paralympics auf bis zu sechs zusätzliche Startplätze in Rio de Janeiro hoffen. Das bestätigte der deutsche Chef de Mission, Karl Quade, am Samstag bei der Einkleidung des deutschen Teams in Hannover.

„Das letzte Wort ist in dieser Sache noch nicht gesprochen, weil die Russen noch vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen wollen. Aber wenn der Ausschluss bestätigt werden sollte, könnte unsere Mannschaft noch einmal Zuwachs erhalten“, sagte Quade.

Betroffen wären unter anderem die Sportarten Leichtathletik, Kanu, Radsport und Tischtennis. Für den Fall, dass ein russischer Einspruch vor dem CAS scheitern sollte, habe das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bereits informelle Vorabsprachen mit den betroffenen Verbänden geführt, erklärte Quade.

154 statt 148 deutsche Sportler?

Bislang hat das Nationale Paralympische Komitee 148 Sportler für die Paralympics vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro nominiert. Das russische Team sollte ursprünglich sogar mehr als 200 Athleten umfassen. Da die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in Russland jedoch ein staatlich gelenktes Doping-System nachgewiesen hat, sind die russischen Sportler von den Paralympics anders als von den aktuell laufenden Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen worden (ROLLINGPLANET berichtete: Damit die Paralympics nicht den Bach runtergehen: IPC sperrt russische Behindertensportler).

„Ich begrüße diese Entscheidung“, sagte Quade. „Der internationale Spitzensport ist im Moment argen Bedrohungen ausgesetzt. Die Integrität des Sports, das Fair Play – all das wird angegriffen. Und das Doping-Problem ist dabei nur ein weiterer Baustein. Deshalb hat das IPC hat gut daran getan, ein deutliches Zeichen zu setzen.“

Einkleidung des deutschen Paralympics-Teams in Hannover

v.l.n.r.: Schwimmerin Daniela Schulte (PSC Berlin), Sportschützin Elke Seeliger (SV Etzhorn), Karl Quade, Chef de Mission der deutschen paralympischen Mannschaft, Karl Finke, Präsident des Behindertensportverbands Niedersachsen, Rennradfahrer Vico Merklein (GC Nendorf), Kanutin Edina Müller (Hamburger Kanu Club) und Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands.(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

v.l.n.r.: Schwimmerin Daniela Schulte (PSC Berlin), Sportschützin Elke Seeliger (SV Etzhorn), Karl Quade, Chef de Mission der deutschen paralympischen Mannschaft, Karl Finke, Präsident des Behindertensportverbands Niedersachsen, Rennradfahrer Vico Merklein (GC Nendorf), Kanutin Edina Müller (Hamburger Kanu Club) und Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands.(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspielerin Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) probiert eine Jacke an. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspielerin Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) probiert eine Jacke an. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Triathlet Stefan Lösler (GC Nendorf) probiert zunächst einen Schuh an... (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Triathlet Stefan Lösler (GC Nendorf) probiert zunächst einen Schuh an… (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

... und anschließend einen Flipflop (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

… und anschließend einen Flipflop (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Kanutin Edina Müller (Hamburger Kanu Club) und Kirsten Bruhn, mehrfache Mediallengewinnern bei den Sommer-Paralympics in London und Athen im Schwimmen, die aber in Rio nicht als Sportlerin aktiv sein wird. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Kanutin Edina Müller (Hamburger Kanu Club) und Kirsten Bruhn, mehrfache Mediallengewinnern bei den Sommer-Paralympics in London und Athen im Schwimmen, die aber in Rio nicht als Sportlerin aktiv sein wird. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Judoka Sebastian Junk (1. Mannheimer Judoclub) packt seinen Koffer. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Judoka Sebastian Junk (1. Mannheimer Judoclub) packt seinen Koffer. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspieler Thomas Schmidberger (Borussia Düsseldorf) schiebt seinen Rollkoffer. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspieler Thomas Schmidberger (Borussia Düsseldorf) schiebt seinen Rollkoffer. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspieler Valentin Baus (BSG Duisburg-Buchholz) probiert eine Jacke an. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspieler Valentin Baus (BSG Duisburg-Buchholz) probiert eine Jacke an. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspielerin Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) und Tischtennisspieler Thomas Brüchle (SV Salamander Kornwestheim). (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Tischtennisspielerin Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) und Tischtennisspieler Thomas Brüchle (SV Salamander Kornwestheim). (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

(RP/dpa)

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