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Deutschlands Arztpraxen für Rollstuhlfahrer schlecht zugänglich

Zahnärzte und Kieferchirurgen schneiden am schlechtesten ab. Behindertenbeauftragte Bentele fordert Konsequenzen.

Ein mobiler Zahnarzt bei der Arbeit (Foto: dpa)

Ein mobiler Zahnarzt bei der Arbeit (Foto: dpa)

Die meisten Arztpraxen in Deutschland sind für Menschen mit Behinderung schlecht zugänglich. Nur 22 Prozent der Arztpraxen für Allgemeinmedizin verfügten über einen für Rollstühle geeigneten Zugang oder einen Aufzug, meldet die „Süddeutsche Zeitung“ heute unter Berufung auf eine Bundestagsanfrage der Linken.

Am besten sieht es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei den Radiologen aus, bei denen gut jede dritte Praxis als barrierefrei eingestuft wird. Am schlechtesten schneiden demnach Zahnärzte und Kieferchirurgen ab: Nur 15 Prozent ihrer Praxisräume sind für Rollstuhlfahrer erreichbar.

Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, forderte, bei neuen Zulassungen auch das Kriterium Barrierefreiheit zu prüfen. Im Gesundheitsministerium wird laut Zeitung derzeit geprüft, welche Anreize sich setzen ließen, um die Anzahl barrierefreier Praxen zu erhöhen. Vorgesehen ist demnach, dass die Bundesregierung gemeinsam mit der Ärzteschaft hierfür ein Gesamtkonzept vorlegt.

(dpa)

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3 Kommentare

  • Bettina Braun

    Richtig man muss sich schon wundern, bei einer Praxis denkt man doch das man dort mit nem Rolli rein kommt. Aber oft scheitert es an der Türbreite…

    24. Juli 2014 at 12:55
  • Lilli Halmaj

    Das kann ich aus leidvoller Erfahrung nur bestätigen

    24. Juli 2014 at 13:12
  • Maik

    noch schlimmer ist, wenn man in eine Querschnittsambulanz fährt. Und da nicht ein Lifter da ist für die Querschnitte die nicht selber auf die Behandlungsliege umsteigen können 🙁

    24. Juli 2014 at 14:26

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