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Deutschlands erster Solarbus für Stadtrundfahrten ist barrierefrei

In Münster fährt seit heute ein Touristenfahrzeug, das überwiegend durch Sonnenergie betrieben wird und Platz für zwei Rollis bietet.

Der neue Solarbus in Münster (Foto: Münsteraner Staftrundfahrten)

Der neue Solarbus in Münster (Foto: Münsteraner Staftrundfahrten)

So sieht's im Bus aus (Foto: Münsteraner Stadtrundfahrten)

So sieht’s im Bus aus (Foto: Münsteraner Stadtrundfahrten)

In Münster (knapp 300.000 Einwohner, Nordrhein-Westfalen) kutschiert seit Dienstag ein Solarbus Touristen durch die Stadt. Nach Angaben der „Münsteraner Stadtrundfahrten“ ist es deutschlandweit der erste Bus, der überwiegend durch Sonnenenergie angetrieben wird. Bei schlechtem Wetter tankt der Bus Ökostrom.

Der Wagen ist auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet, betonen die Betreiber. Insgesamt 54 Sitzplätze sowie eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen bietet das rundum verglaste Solargefährt. Ein großer oder zwei kleinere Rollstühle können laut Angaben bei den einstündigen Touren mitfahren.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energie-Systeme (Freiburg) hält das Projekt für „einen wichtigen Schritt“. Auch der ADAC lobt die Aktion. Jeder Versuch sei ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit, sagte Peter Meintz, Sprecher des ADAC in Dortmund.

Übrigens: Münster ist eine echte ROLLINGPLANET-Hochburg – in keiner anderen deutschen Stadt sind so viele Bürger mit dem Fahrrad unterwegs. Schätzungsweise 35 bis 40 Prozent aller Fahrten in Münster werden mit dem Rad zurückgelegt.

Am Hauptbahnhof Münster abgestellte Fahrräder

Am Hauptbahnhof Münster abgestellte Fahrräder

(RP/dpa, Foto Bahnhof: Wikipedia/Rüdiger Wölk, Münster, Germany. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.)

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1 Kommentar

  • Helge Blankenstein

    Schade ist, dass immer wieder Barrierefreiheit beschrieben wird, obwohl es sich letztlich nur um Rollstuhltauglichkeit handelt. Bestehen in diesem Bus Infosysteme für sehbehinderte und blinde, oder gar gehörlose Fahrgäste?
    Folgt man dem Bericht, ist das nicht gegeben. Also ist die Bezeichnung „Barrierefrei“ doch wohl etwas überzogen. Es besteht lediglich eine Nutzungsmöglichkeit für Eltern mit Kleinkindern, gehbehinderte- und rollstuhlnutzende Fahrgäste. Warum also die Übertreibung?
    Helge Blankenstein
    Institut Impuls

    21. August 2013 at 07:41

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