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DFB-Beschluss: 3. Liga darf Fußballfans mit Behinderung nicht mehr ignorieren

Vereine müssen künftig zehn Prozent der vorhandenen Plätze für Rollstuhlfahrer, Seh- und Hörgeschädigte zur Verfügung stellen.

Vereinsflagge des SC Paderborn 07 (Foto: dpa)

Vereinsflagge des SC Paderborn 07 (Foto: dpa)

Gute Nachricht für alle reisenden Fußballfans mit einem Handicap. Manchmal mussten im Rollstuhl sitzende Auswärtsfans hören, wenn sie etwa Rot-Weiß Erfurt, Preußen Münster oder den SC Paderborn auf ein Auswärtsspiel in der 3. Liga begleiten wollten, dass schon alle Sonderplätze vergeben seien. Das DFB-Präsidium hat diesen Missstand nun beendet. Künftig müssen zehn Prozent der vorhandenen Plätze für Menschen mit einer Behinderung – etwa Plätze für Rollstuhlfahrer, Seh- oder Hörgeschädigte – dem Gastverein zur Verfügung gestellt werden.

Eine entsprechende Ergänzung des § 25 der DFB-Spielordnung wurde jetzt vom DFB-Präsidium beschlossen und ist ab sofort gültig. „Damit leisten wir einen weiteren Beitrag für Inklusion im Fußball“, sagt Gerald von Gorrissen vom Fachbereich Fanbelange: „Jetzt haben auch die auf besondere Einrichtungen angewiesenen Fans die Möglichkeit, ihre Klubs regelmäßig zu Auswärtsspielen zu begleiten.“

(PM/DFB/th)

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