""

didacta 2015 beschäftigt sich mit inklusiver Bildung

ROLLINGPLANET nennt 7 wichtige Fakten zu diesem Thema.

Inklusive Bildung auf der didacta (Foto: obs/Deutsche Messe AG Hannover/Rainer Jensen)

Inklusive Bildung auf der didacta (Foto: obs/Deutsche Messe AG Hannover/Rainer Jensen)

Die Bildungsmesse didacta 2015 (24.–28. Februar) wird sich mit dem Thema „Inklusion in der beruflichen Bildung“ beschäftigen. Dies teilte heute die Messe Hannover mit.

Zu den Diskussionsrunden und Projektpräsentationen werden unter anderem Prof. Dr. Martin Baethge vom Soziologischen Forschungsinstitut der Georg-August-Universität Göttingen, der Geschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags, Andreas Oehme, und die Vorsitzende des Expertenkreises „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO-Kommission, Ute Erdsiek-Rave, erwartet.

ROLLINPLANET nennt die wichtigsten Fakten mit, die Besucher der didacta kennen sollten.

1. Die Bedingungen für inklusives Lernen verschlechtern sich von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II deutlich. Je älter die behinderten Kinder und Jugendlichen sind, desto geringer stehen ihre Chancen, gemeinsam mit Gleichaltrigen ohne Behinderungen zu lernen. (Quelle: „Bildung in Deutschland 2014“)
2. Von den jährlich rund 50 000 Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden nur etwa 3 500 einen betrieblichen Ausbildungsplatz. (Quelle: „Bildung in Deutschland 2014“)
3. Nur jedes vierte ausbildungsberechtigte Unternehmen in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gesammelt. (Quelle: Repräsentative Unternehmensbefragung aus dem Sommer 2014)
4. Am weitesten fortgeschritten ist die inklusive Bildung im Vorschulbereich: Zwei Drittel aller Kinder mit Behinderung besuchen eine Regel-Kita. (Quelle: Unesco 2014)
5. Der so genannte Inklusionsanteil in den allgemeinbildenden Schulen ist in den vergangenen fünf Jahren stetig gewachsen. Im Schuljahr 2012/13 besuchten gut 28 Prozent der insgesamt knapp eine halbe Million Förderschüler eine Regelschule. Vor fünf Jahren waren es erst 18,4 Prozent.
6. Aber: Gemessen an der Gesamtschülerzahl blieb der Anteil der Förderschüler, die keine Regelschulen besuchen, konstant bei knapp fünf Prozent. Ein Grund dafür: Bei immer mehr Kindern wurde in den letzten Jahren Förderbedarf diagnostiziert. Das mag damit zusammenhängen, dass durch die Inklusionsdebatte genauer hingeschaut wird. Möglich ist aber auch eine andere Erklärung: Mit mehr förderungsbedürftigen Schülern stehen den Schulen auch mehr (finanzielle) Ressourcen zur Verfügung. (Quelle: Messe AG Hannover)
7. Beim Thema Inklusion gibt es große Länderunterschiede. So haben in Mecklenburg-Vorpommern anteilig doppelt so viele Kinder Förderbedarf wie in Rheinland-Pfalz (10,1 versus 5,1 Prozent). In Bremen besuchen vier Mal so viele Schüler mit Behinderung eine reguläre Schule wie in Niedersachsen (63,1 versus 15 Prozent). Und in Sachsen-Anhalt gehen nahezu drei Mal mehr Schüler auf eine Sonderschule als in Schleswig-Holstein (7,1 versus 2,5 Prozent). (Quelle: Messe AG Hannover)

(RP/PM)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN