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Die Angst des Torwarts vor dem Leben

Markus Miller von Hannover 96 ist froh, dass er seine Depression öffentlich gemacht hat.

Torwart Markus Miller hat das Lachen wieder gefunden (Foto: dpa)

Torwart Markus Miller hat das Lachen wieder gefunden (Foto: dpa)

Fußball-Torwart Markus Miller ist auch heute noch froh, dass er eine seelische Erkrankung vor knapp zwei Jahren öffentlich gemacht hat. „Es war zu 1000 Prozent die richtige Entscheidung“, sagte der 31 Jahre alte Ersatzkeeper des Bundesligisten Hannover 96 bei einer Tagung zum Thema Depression an der Sportschule Ruit bei Stuttgart. „Ich bin wieder neu aufgestellt“.

Fall Enke hat ihm geholfen

Miller ist der zweite Torwart des niedersächsischen Clubs, bei dem eine Depressions-Erkrankung bekannt geworden war. Am 10. November 2009 hatte sich der damalige Nationaltorwart Robert Enke an einem Bahnübergang im niedersächsischen Eilvese das Leben genommen und eine Debatte über das Thema ausgelöst. „So traurig diese Angelegenheit ist, so hat sie mir doch geholfen“, sagte Miller über Enke.

Markus Miller

Geboren: 8. April 1982 in Lindenberg (Allgäu)

Erster Proficlub: VfB Stuttgart (nur in in der zweiten Mannschaft eingesetzt)

Weitere Stationen: FC Augsburg, Karlsruher SC (2003 – 2010, wurde dabei sogar einmal kurze Zeit als kommender Nationaltorwart gehandelt), Hannover 96 (seit Saison 2010/2011).

Miller war mit seiner mentalen Erschöpfung im September 2011 an die Öffentlichkeit gegangen und hatte gut drei Monate später – nach stationärer Behandlung – sein Comeback für Hannover gegeben (im UEFA-Cup-Spiel gegen gegen Worskla Poltawa).

Besonders seine Team-Kollegen und 96-Trainer Mirko Slomka hätten ihm damals geholfen, wieder in den Trainingsalltag zurückzufinden, erklärte er nun in Ruit.

(RP/dpa/lsw)

Psychische Erkrankungen
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