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Die Arbeitsschrittezergliederer

Die diesjährige Werkstätten-Messe wartet mit einem neuen „Karriere:Forum“ auf.

Besucher bei der alljährlichen Werkstätten-Messe in Nürnberg (Archivfoto: BAG:WfbM)

Besucher bei der alljährlichen Werkstätten-Messe in Nürnberg (Archivfoto: BAG:WfbM)

Am Donnerstag geht es los: Die alljährliche „Werkstätten:Messe“ in Nürnberg findet dieses Jahr vom 14. bis 17. März 2013 statt. Schirmherr ist der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) stellen ihre Arbeit vor: Produkte und Dienstleistungen, aber auch Qualifizierungsmaßnahmen und innovative Konzepte der Arbeitsgestaltung, wie es in einer Mitteilung heißt. Im vergangenen Jahr besuchten rund 18.500 Menschen die Veranstaltung.

Neu in diesem Jahr ist das „Karriere:Forum“. Es bietet, teilen die Veranstalter mit, Informationen zu Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigungsmöglichkeiten. Es wendet sich sowohl an Menschen mit Handicap, die sich beruflich orientieren wollen, als auch an Fachkräfte, die Arbeit in einem Sozialunternehmen suchen.

Fast 300.000 Menschen mit Behinderung in Werkstätten

„Wir sind große Spezialisten darin, Arbeitsschritte zu zergliedern, so dass Arbeit für alle Menschen da ist“, erklärte Martin Berg, Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft WfbM, erwähnte dabei aber nicht die Gehälter, die in WfbM bezahlt werden (zum Beispiel 120 Euro monatlich in Sachsen). In mehr als 2.500 Werkstätten arbeiten über 297.000 Menschen mit Beeinträchtigungen, die es – aus welchen Gründen auch immer – nicht in den allgemeinen Ersten Arbeitsmarkt geschafft haben.

Geöffnet ist die Messe von Donnerstag bis Samstag (14. bis 16. März) jeweils von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag (17. März) von 9 bis 17 Uhr. Die Tageskarte kostet 4,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Bei der sozialpolitischen Veranstaltung am 14. März diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Werkstattbeschäftigte über eine inklusive Arbeitswelt.

(RP)

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