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Die Brandenburger werden aufmüpfig!

Immer mehr Behinderte in diesem Bundesland wehren sich gegen Bescheide vom Amt.

Sozialminister Günter Baaske gibt Auskunft (Foto: Bernd Settnik/dpa)

Behinderte in Brandenburg machen immer häufiger von ihrem Recht auf Widerspruch gegen amtliche Bescheide Gebrauch. Legten sie 2007 noch gegen 15 Prozent der Entscheidungen des Landesamts für Soziales und Versorgung Widerspruch ein, waren es 2011 bereits etwa 20 Prozent, wie aus einer Antwort von Sozialminister Günter Baaske (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.

Die absolute Zahl der Widersprüche stieg von rund 11.000 auf rund 14 500. Auch die Zahl der beim Sozialgericht erhobenen Klagen nahm deutlich zu – von rund 1.200 auf 1.600.

Die Mitarbeiter im Landesamt für Soziales legen unter anderem den Grad der Behinderung fest, stellen Schwerbehindertenausweise aus oder versehen Ausweise mit Merkzeichen. Jedes Jahr gehen den Angaben zufolge rund 70.000 Anträge ein. Laut Ministerium leben in Brandenburg rund 435.000 Menschen mit Behinderungen, was einem Sechstel der Gesamtbevölkerung entspreche. Davon seien etwa 310.000 schwerbehindert.

(dpa)

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