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Die Deutschen haben die Haare schön

Studie: Wenn es um die eigene Einschätzung der Schönheit geht, ist der Deutsche wenig zurückhaltend. Selbst Kandidaten für Schönheitsoperationen halten sich vor der OP im Durchschnitt für gutaussehend.

Pfau schlägt ein Rad (Foto: Margit Völtz/pixelio.de)

Pfau schlägt ein Rad (Foto: Margit Völtz/pixelio.de)

Wollen wir ihnen/uns wirklich die Illusion nehmen? Machen wir ja vermutlich selbst dann nicht, wenn wir den Menschen den Spiegel vorhalten, hat sich ROLLINGPLANET gesagt – und dafür entschieden, diese hübsche Nachricht zu veröffentlichen.

Hässlich oder schön? In der Frage des Aussehens schätzen sich die Deutschen positiv ein. Auf einer Skala von 0 bis 100 sahen sich die rund 1000 Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage bei durchschnittlich 69,1 Prozent. 0 entsprach hässlich, 100 schön.

Während sich fast niemand zu der unteren Region zwischen 0 und 30 bekannte, gruppierte sich etwa jeder Zehnte in der obersten Region (90 bis 100) ein.

Der Deutsche ist selbstbewusst

„Der Deutsche sieht sich überdurchschnittlich als schön an“, meinte am Montag der Psychologe Prof. Jürgen Margraf von der Ruhr-Universität Bochum. Er ist auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Margraf hatte zusammen mit Kollegen der Universität Basel psychologische Gründe für den Gang zum Schönheitschirurgen erforscht und die Umfrage in Auftrag gegeben. Befragt wurden daneben 544 Patienten, die vor einer Schönheits-OP standen. Sie sahen sich auf der Skala bei 66,6 Prozent. Nach der OP stieg ihre Einschätzung um fast zehn Punkte, wie Margraf betonte.

Die psychologische Ausgangsbasis aller Befragten war ähnlich. Es gab einige Beteiligte mit Depressionen oder Sozialphobien, aber etwa gleich viele in allen Gruppen. Zur besseren Vergleichbarkeit ließ Margraf weitere 264 Personen befragen, die mit einer OP geliebäugelt, die Idee aber letztlich verworfen hatten.

Operierte Patienten sind zufrieden

Die Erwartungen der meisten operierten Patienten wurden der Befragung zufolge auch erfüllt. Ihre vordringlichen Gründe waren: sich wohler fühlen (95 Prozent), Schönheitsfehler beseitigen (64 Prozent) und mehr Selbstbewusstsein erlangen (58 Prozent).

Nur ein kleiner Teil gab an, es für den Partner zu tun oder um die Chancen auf der Suche nach einem Partner zu verbessern. Gut jeder Zehnte (12 Prozent) machte sich allerdings die übertriebene Hoffnung, alle Probleme könnten gelöst werden oder er werde ein völlig neuer Mensch.

Nur vier Prozent waren unzufrieden und würden auch keine Schönheitsoperationen empfehlen.

(dpa)

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