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Die griechen einfach nicht genug: 17.000 Behinderte verschwunden – darauf erst mal einen Uozo

Für Behinderte abkassieren? Deutsche würden so etwas bestimmt nieeeee machen, egal, wie schlecht ihnen geht – eine kleine Nachricht zum Thema Griechen und ihre lieben behinderten Verwandten.

Homer Statue

Wirklich behindert? Wirklich am Leben? Mit diesen Fragen tun sich die Griechen schon seit längerem schwer: Der berühmte Dichter Homer war angeblich blind – was ebenso wenig gesichert ist wie die Annahme, dass er überhaupt gelebt hat.

Betrug in großem Ausmaß: Laut Vize-Gesundheitsminister Markos Bolaris haben Tausende Griechen regelmäßig Unterstützung bekommen, weil sie vorgaben, behindert zu sein, oder die Beihilfen ihrer gestorbenen behinderten Verwandten kassierten.

Nach Bolaris’ Worten sind Fälle bekannt, wo ein Augenarzt für ein und dieselbe Person einerseits eine medizinische Bescheinigung für die Fahrerlaubnis und andererseits ein Papier ausstellte, das es ihr ermöglichte, Blindengeld zu beantragen.

Blinde und geistig Behinderte, wo seid Ihr?

Durch die Revision der Listen der Unterstützungsempfänger wurde ermittelt, dass 17.000 Schwerbehinderte in Griechenland einfach nicht existieren. Fast 10.000 Vormünder konnten die Existenz von Waisenkindern, für deren Pflege sie Beihilfen bekommen haben, nicht belegen. Spurlos verschwunden sind unter anderem 2000 Blinde und 1500 geistig Behinderte.

Das Ministerium will bei der Staatsanwaltschaft beantragen, alle Fälle der gesetzwidrigen Auszahlung von staatlichen Beihilfen zu untersuchen. Zudem soll eine einheitliche Datenbasis über alle Behinderten statt der jetzigen dutzend Archive geschaffen werden.

Beobachter wundern sich jedoch nicht über die Betrüger: Viele Griechen leben derzeit unter dem Existenzminimum. Aufgrund der nun eingestellten Zahlungen an ertappte Kriechennichtgenugempfänger spart der griechische Staat jährlich 1,3 Milliarden Euro.

Quelle: Ria Novosti. Foto: Wikipedia/Bibi Saint-Pol, own work, 2007-02-10. Gemeinfrei.

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