Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für aktive Sterbehilfe aus

Allerdings kann es sich nur ein Drittel vorstellen, sie selbst einmal in Anspruch zu nehmen.

Zettel mit dem Text: Bin weg

(Foto: s.media/pixelio.de)

(dpa/tmn) – Zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) befürworten aktive Sterbehilfe. Allerdings kann es sich nur gut ein Drittel (38 Prozent) vorstellen, sie selbst einmal in Anspruch zu nehmen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Ears and Eyes hervor.

Passive Sterbehilfe, also das Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen, käme im Fall einer unheilbaren Krankheit für gut jeden Zweiten (54 Prozent) infrage.

Unnötig langes Leiden verhindern

Für die Erlaubnis von aktiver Sterbehilfe in Deutschland spricht für 63 Prozent, dass es ein schmerzloses Ende ermöglicht und unnötig langes Leiden verhindert. Dass dadurch das Recht auf Selbstbestimmung gestärkt werde, führen 41 Prozent der Befragten als Argument an.

Für ein Verbot von aktiver Sterbehilfe spricht laut Ansicht von 56 Prozent, dass eine gelockerte Regelung zum Beispiel von Angehörigen missbraucht werden könnte. Dass Schwerkranke sich genötigt fühlen könnten, sterben zu wollen, um ihre Familie nicht zu belasten, glauben 41 Prozent der Befragten.

Für die Erhebung wurden 1.100 Personen ab 18 Jahren befragt.

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