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Die meisten Menschen in Deutschland leiden an Normalität

Für Autisten und AD(H)Sler ist ein neues Magazin geplant: „N#ummer“.

Denise Linke plant die neue Zeitschrift "N#mmer"

Denise Linke plant die neue Zeitschrift „N#mmer“

Eine Millionen Autisten gibt es den Angaben zufolge in Deutschland, für die anderen dagegen gilt: „Die meisten Menschen in Deutschland leiden an Normalität“. So heißt es nicht ganz ironiefrei im Trailer (siehe unten) zum Medienprojekt „N#ummer“.

Das Lifestyle-„Magazin für Autisten und AD(H)Sler und Astronauten“ will sich „neben ganz offensichtlichen Inhalten wie Inklusion oder Wahrnehmung auch an brisante Themen heranwagen, zum Beispiel ABA, Ritalin und BDSM (ja, wirklich, BDSM).“ Das Ganze „ohne Selbstmitleid, ohne Hokuspokus. Aber mit Themen von uns, für uns, über uns.“

Damit das Vorhaben realisiert werden kann, wird seit zwei Wochen auf der Crowdfunding-Plattform Startnext Geld gesammelt für die erste Ausgabe (Schwerpunkt: „Liebe“), die 100 Seiten stark sein und im Herbst mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheinen soll. Geplant ist außerdem ein e-Magazine. Für Druck, Redaktion und Vertrieb der Erstausgabe sind 20.000 Euro kalkuliert.

Denise Linke weiß, wovon sie spricht

Initiatorin ist Denise Linke. Die 25-Jährige hat in Hamburg, Berlin und Potsdam Politikwissenschaft und Zeitgeschichte studiert. Ihre ersten Zeitungsartikel veröffentlichte sie als Zehnjährige und publizierte in den Folgejahren unter anderem in der „Frankfurter Rundschau“, den „Kieler Nachrichten“ und der „Welt“.

2006 erschien im Ullstein Verlag ihr erstes Buch „Lass mich doch mal ausreden! – Szenen einer Pubertät!“. Im Frühjahr und Sommer 2014 wird sie bei der „FAS“ und „Zeit Online“ hospitieren und ihr Masterstudium abschließen. Ihre erste Asperger-Diagnose bekam sie im Sommer 2011 in Kalifornien, eine zweite Diagnose folgte im Januar 2012 in Berlin.

„Ich war unter der Dusche und habe mir überlegt, was ich auf der nächsten Bahnfahrt lesen möchte“, erzählt Linke über den Beginn ihrer Idee. „Ein Magazin über Asperger sollte es sein, das gab es aber nicht. Darüber habe ich mich zehn Minuten lang geärgert und dann beschlossen, selbst ein solches Magazin zu machen.“

Wer etwas Geld übrig hat und ein spannendes Vorhaben unterstützen will, klickt hier: http://www.startnext.de/nummer-magazin

(RP)

Trailer

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1 Kommentar

  • Onkel Emma

    Wundert sich eigentlich niemand darüber, wie diese seltsamen Zahlen zu Behinderten zustande kommen? Mal sind es fünf Mio, mal 10 Mio. 1 Mio Autisten, wie kommt man zu dieser Behauptung?

    30. Mai 2014 at 08:39

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