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Doch nicht so doof und asexuell: Jugendliche mit Behinderung haben ihren ersten Sex fast immer mit Kondom

Allerdings schützen sie sich weniger vor Schwangerschaft oder Krankheit.

Kondom

(Foto: Thomas Siepmann/pixelio.de)

Jugendliche mit Behinderung sind ähnlich gut aufgeklärt wie Gleichaltrige ohne Behinderung. Das zeigt eine Pilotstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Befragt wurden 169 Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren, die sinnes- und/oder körperbehindert und offensichtlich nicht asexuell sind. Fast neun von zehn Jugendlichen hatten beim ersten Mal verhütet, am häufigsten mit Kondom.

Die wenigen, die beim ersten Mal nicht verhütet hatten, gaben als Gründe die Spontaneität der Situation an sowie Ängste, Kondome zu kaufen und das Thema Verhütung anzusprechen.

Weniger Vorsicht bei Schwangerschaft und Krankheit

Der verwendete Fragebogen orientierte sich eng an einer früheren BzgA-Studie zum Sexualverhalten Jugendlicher, bei der regelmäßig 14- bis 17-Jährige in Deutschland befragt werden.

Insgesamt schützen sich behinderte Jugendliche allerdings nach dem ersten Mal weniger konsequenter vor einer Schwangerschaft oder Krankheit. Zwei Drittel der Jugendlichen gaben an, immer daran zu denken, bei Jugendlichen mit Behinderung ist es nur die Hälfte. (Oder unsere Kollegen waren einfacher ehrlicher bei ihrer Antwort.)

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Alexander

    Die Aussage: „Jugendliche mit Behinderung sind ähnlich gut aufgeklärt wie Gleichaltrige ohne Behinderung.“ finde ich schon ein bisschen komisch. Warum sollte es denn nicht so sein? Eventuell könnte man es nach der Behinderungsart unterteilen, aber doch nicht generell!

    18. September 2013 at 14:35

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