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Dorgerloh sieht Inklusion als Schwerpunkt

Der neue Kultusministerpräsident will mehr Bildungsgerechtigkeit.

Schon vor dem Start kritisiert: Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (Foto: dapd)

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Sachsen-Anhalts Bildungsminister Stephan Dorgerloh (SPD), will für mehr Bildungsgerechtigkeit eintreten. „Der Zusammenhang von Herkunft und Bildungserfolg ist in Deutschland nach wie vor besonders groß. Wir können es uns nicht länger leisten, dass in Deutschland zu viele Kinder ihr Potenzial nicht ausschöpfen können“, sagte Dorgerloh am Montag bei seiner Amtseinführung in Berlin. Dorgerloh löst turnusgemäß Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) in dem Amt ab.

Als weiteren Schwerpunkt kündigte Dorgerloh die Weiterentwicklung der Inklusion an – also des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Schülern. Bereits in der Lehrerausbildung müssten künftig alle Pädagogen auf diese Herausforderungen vorbereitet werden. Ein besonderes Augenmerk möchte Dorgerloh im Jahr seiner Präsidentschaft zudem auf die kulturelle Bildung legen.

Nur schöne Worte?

Im Vorfeld zur heutigen Amtseinführung war Dorgerloh von der Schülerunion kritisiert worden: Er setze zwar auf Inklusion, lebenslanges Lernen und Bildungsgerechtigkeit, allerdings bleibe es bei Worthülsen (ROLLINGPLANET berichtete).

Der evangelische Theologe und 46-jährige SPD-Politiker ist seit April 2011 Kultusminister in Sachsen-Anhalt. Zuvor war er drei Jahre lang Beauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Lutherdekade in Wittenberg.

(dpa/RP)

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