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Dürfen Behindertensportler doch mitreden?

IAAF-Spitzenfunktionär Digel mahnt nach umstrittenem Vorstoß der deutschen Leichtathletik-Funktionäre: Weltverbände sollen sich bei Regeländerung abstimmen.

Prof. Helmut Digel, ehemaliger Handballer, war von 1993 bis 2001 Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und von 2002–2010 Direktor des Institutes für Sportwissenschaft in Tübingen.

Helmut Digel mahnt bei der Umsetzung der vom Deutschen Leichtathletik-Verband angestrebten Regeländerung für Wettkämpfe zwischen behinderten und nicht behinderten Sportler auf internationaler Ebene Fingerspitzengefühl an.

„Bevor so ein Antrag gestellt wird, müssen der Leichtathletik- Weltverband IAAF und der internationale Behindertensportverband eingehend darüber beraten“, sagte das deutsche IAAF-Councilmitglied Helmut Digel am Rande einer Sitzung des Gremiums in Barcelona. „Da darf man nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen wollen.“ Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte sich bereits beschwert, dass man übergangen worden sei (ROLLINGPANET berichtete: siehe Links ganz unten).

Der DLV will mit der Regeländerung für Athleten mit einem Handicap, die technische Hilfsmittel für ihren Wettkampf benötigen, Streitfälle vermeiden. Behinderte und Nichtbehinderte sollen auch weiter gegeneinander antreten können, aber nicht gemeinsam gewertet werden.

(dpa/Foto: Wikipedia/Eckhard Pecher (Arcimboldo). Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.)

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