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Edelscheiß statt Edelweiss: Swiss schikaniert behinderte Frau

Die Swiss-Tochter Edelweiss weigerte sich am Samstag, die behinderte Lorena Rojas aus Baden zu transportieren. Die Airline schob dabei eine Krankheit vor, die Rojas gar nicht hat. Am Schluss konnte Rojas doch noch fliegen. Die Empörung über die menschenverachtende Behandlung bleibt.

Swiss-Tochter Edelweiss

Swiss-Tochter Edelweiss

Dies berichtet die Aargauer Zeitung:

Die 45-jährige Lorena Rojas wartete am Samstag Abend am Flughafen auf der kanarischen Insel Teneriffa auf den Rückflug in die Schweiz. Begleitet wurde sie von einer Freundin. Kurz vor dem Bording begann ein wahrer Albtraum:

Auf einmal tauchte ein Mitarbeiter von Edelweiss auf und winkte Tobler zu sich. Er erklärte, dass Rojas nicht mitfliegen könne, dass sie aus dem Passagierbereich des Abfluggates raus müsse und dass man ihr Gepäck bereits aus dem Flugzeug entfernt hätte. Die Swiss habe sie vom Flug gestrichen, wurde Rojas beschieden.

Als Grund führt der Edelweiss-Mitarbeiter an, dass Rojas unter epileptischen Anfällen leide und deshalb nicht fliegen könne. Rojas ist baff: „Ich hatte noch nie im Leben epileptische Anfälle“.

Rojas hatte Swiss frühzeitig gemeldet, dass sie Rollstuhlgängerin ist. Sie hat auch den Grund dafür, Multiple Sklerose, genannt. Auf dem Hinflug gab es dann auch keinerlei Probleme. Die Zeitung berichtet:

Rojas Beteuerung, dass sie keine epileptischen Anfälle habe, fruchtet nicht. Es kommt noch schlimmer. Eine Flughafen-Angestellte fragt nach den Bordingkarten der beiden Frauen – und zerreisst diese anschliessend vor deren Augen.

Doch die beiden Frauen lassen nicht locker. Sie entfernen sich nicht vom Gate. Sie versperren vielmehr den Eingang für andere Passagiere. In ihrer Not wenden sie sich telefonisch an den Bruder von Rojas. Dieser sucht dann den Kontakt mit der Swiss. Nun telefoniert auch der Edelweiss-Mann. Plötzlich wird den beiden Frauen nun beschieden, dass sie nun einsteigen können. „Eine Erklärung dafür haben sie uns keine gegeben“, sagt Tobler.

Ganzen Bericht lesen: Aargauer Zeitung

Zum Themenschwerpunkt Multiple Sklerose

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