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Ehemalige Bundesministerin Ulla Schmidt kandidiert für den Bundesvorsitz der Lebenshilfe

Auf der Mitgliederversammlung am 21. und 22. September 2012 in Marburg entscheiden 500 Delegierte, ob die SPD-Politikerin ein neues Amt bekommt.

Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt

(ots) – Ulla Schmidt (62) kandidiert für den Bundesvorsitz der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Bei der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Lebenshilfe am 21. und 22. September 2012 in Marburg, zu der rund 500 Delegierte anreisen werden, wird sich die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesgesundheitsministerin um das höchste Ehrenamt in der Lebenshilfe bewerben.

Antretter will nicht mehr

Der bisherige Vorsitzende Robert Antretter, MdB a.D., steht nach zwölf Jahren an der Spitze des Verbands für eine weitere vierjährige Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung. Der 73-jährige begrüßte Ulla Schmidts Kandidatur und freut sich, dass diese von Bundesvorstand und Bundeskammer, dem Lebenshilfe-Gremium der Landesvorsitzenden, einstimmig unterstützt wird.

Die langjährige SPD-Spitzenpolitikerin ist Lehrerin für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Kinder. Seit vielen Jahren arbeitet sie eng mit der Lebenshilfe zusammen. Deren Positionen hat Ulla Schmidt schon häufig im Bundestag vertreten, zuletzt im Rahmen einer überfraktionellen Gesetzesinitiative gegen die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Wie die Lebenshilfe sieht sie darin eine Gefährdung des Lebensrechts behinderter Menschen. Als Mitglied der Lebenshilfe in ihrer Heimatstadt Aachen setzt sich Ulla Schmidt von Anfang an auch auf örtlicher Ebene für behinderte Menschen und ihre Familien ein.

Wer sich engagiert

Mit ihren rund 135.000 Mitgliedern zählt die Lebenshilfe zu den größten deutschen Selbsthilfeorganisationen; von ihren Einrichtungen und Diensten werden mehr als eine Million behinderte Menschen und ihre Angehörigen direkt oder indirekt betreut.

In den ehrenamtlichen Führungsgremien der Lebenshilfe sind nicht nur Angehörige und behinderte Menschen selbst vertreten, seit jeher engagieren sich dort auch Persönlichkeiten aus der Politik. So gehören dem Bundesvorstand neben Robert Antretter, früher SPD-Abgeordneter im Bundestag, der Bundesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe (CDU), und der Präsident des Bundessozialgerichts, Peter Masuch (SPD), an. An der Spitze des Landesverbands Bayern steht mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm ein prominentes CSU-Mitglied, der Landesverband Thüringen wird von der dortigen Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) geführt. Und Vorsitzende des Landesverbands Sachen-Anhalt ist Birke Bull, eine Landtagsabgeordnete der Partei Die Linke.

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