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Ein Hochhaus, ein Flughafen, ein fauler Sack

In der Tradition der Commedia dell’arte: Das Theater RambaZamba feiert seine letzte Premiere vor der Sommerpause.

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Während hinterlistige Bauspekulanten die Armut der Stadtbewohner ausnutzen, träumt sich Arlecchino in eine Welt der Liebe und der Fantasie: Das integrative Theater RambaZamba in Berlin verabschiedet sich mit einer vergnügliche Farce auf gesellschaftliche Verhältnisse in den Sommer – „Ein Hochhaus, ein Flughafen, ein fauler Sack“ ist ein Open-Air Stück in der Tradition der Commedia dell’arte.

Premiere ist am 9. Juli 2013 um 18 Uhr. Dauer: zirka 45 min. ohne Pause. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!

Einen Schritt weiter

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Mit den beiden Produktionen Alice auf Kaninchenjagd (2005) und Der Frieden – ein Fest (2010) präsentierten sich die Schauspieler von Theater RambaZamba ihrem Publikum erstmals Open-Air. Nun gehen sie einen mutigen Schritt weiter. In der neuen Inszenierung wird der Hof der Kulturbrauerei zur Bühne. Die Schauspieler brechen die theatralische Spielsituation auf und sprechen das vorbeiflanierende Publikum direkt an.

Regisseurin Gisela Höhne kooperierte für diese Inszenierung mit der Internationalen Theaterschule für Commedia dell’arte und die Kunst der Komödie Berlin (ITSCA). In zahlreichen Workshops erarbeiteten die künstlerischen Leiter – Alberto Fortuzzi und Matthew Burton – gemeinsam mit den RambaZambas die Feinheiten des Commedia dell’arte Spiels. Die offensive Spielweise der Schauspieler wird mit pantomimischen und akrobatischen Einlagen, fröhlicher Musik und Sprachspielen kombiniert. Neu ist das Spiel mit den typischen Halbmasken der Commedia dell’arte.

Fröhliche Inthronisierung der Narren und Schwachen

Thematisch sind die Schauspieler von Theater RambaZamba hier in ihrem Element. Durch die fröhliche Inthronisierung der „Narren“ und „Schwachen“ – ein grundlegendes Thema der Commedia dell’arte – sprechen sie alle Menschen mit Handicaps und Makeln an und ermutigen sie, die bestehenden Machtverhältnisse zu kippen. Ein „Hochhaus, ein Flughafen, ein fauler Sack“ wirft einen humoristischen Blick auf soziale Konflikte, die aufbrechen, wenn immer mehr Menschen sich mit den Mindesthappen am Rande der Gesellschaft begnügen und verfolgt ästhetisch die Frage, welche zeitgemäßen Formen die Commedia dell’arte annehmen kann.

Darsteller: Joannis Bacharis, Grit Burmeister, Mario Gaulke, Juliana Götze, Moritz Höhne, Hans-Harald Janke, Jan-Patrick Kern, Franziska Kleinert, Jennifer Lau, Joachim Neumann, René Schappach, Zora Schemm, Rita Seredßus, Jonas Sippel, Sebastian Urbanski, Nele Winkler, Michael Wittsack, Musiker: Christof Hanusch, Renè Schappach, Romain Vicente, Regie: Gisela Höhne, Commedia dell’arte: Alberto Fortuzzi / Matthew Burton, Dramaturgische Beratung: Hans Nadolny, Bühnenbild: Angelika Dubufé, Kostüme: Beatrix Brandler, Masken: Leihgabe Alberto Fortuzzi / Matthew Burton. In Kooperation mit der ITSCA (Internationale Theaterschule für Commedia dell‘arte und die Kunst der Komödie: www.commedia-dell-arte-berlin.eu).

Termine

(jeweils auf dem Hof der Kulturbrauerei in Berlin)
Di, 9.7.2013, 18 Uhr (Premiere)
Mi., 10.7.2013, 18Uhr
Do., 11.07.2013, 19 Uhr
Fr, 12.07.2013, 19 Uhr

(PM/Fotos: Rob de Vrij)

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