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Ein Jahr „Schule für alle“ – Gewerkschaft übt Kritik

GEW: Bei dem Pilotprojekt in Brandenburg handelt es sich nicht um den Aufbau inklusiver Bildungsstrukturen.

Bildungsministerin Martina Münch (Foto: dpa)

Bildungsministerin Martina Münch (SPD) in der Kritik (Foto: dpa)

Nach einem Schuljahr gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Brandenburg Kritik geübt. Bei dem Pilotprojekt handele es sich nicht um den Aufbau inklusiver Bildungsstrukturen, sondern um den weiteren Ausbau des gemeinsamen Unterrichts für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, urteilte die Gewerkschaft am Dienstag in Potsdam.

An dem 2012 gestarteten Projekt „Inklusive Grundschule“ beteiligen sich nach Angaben des Bildungsministeriums 84 Grundschulen. Bildungsministerin Martina Münch (SPD) will an diesem Donnerstag eine Bilanz ziehen.

Die Gewerkschaft forderte die Landesregierung auf, die Grundversorgung der Schulen abzusichern, die Arbeitsbelastung der Pädagogen zu senken und mehr junge Lehrer einzustellen. Das Ministerium wies die Kritik zurück. Ein Sprecher sagte, die Schulen seien voll ausgestattet, 117 Lehrer seien neu eingestellt, versetzt oder umgesetzt worden. „Unterrichtsausfall ist ein grundsätzliches Problem“, betonte der Sprecher.

(dpa)

Inklusion in Schulen
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