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Ein modischer Schal, der ein Helm ist: Wäre Hövding auch etwas für uns?

Geht es jetzt Rollstuhlfahrern an den Kragen? Warum nicht – ein neuer Airbag macht es möglich.

Fahrrad-Airbag als Kragenschmuck (Foto: Hövding)

Fahrrad-Airbag als Kragenschmuck (Foto: Hövding)

So sieht's aus, wenn er in Action ist (Foto: Hövding)

So sieht’s aus, wenn er in Action ist (Foto: Hövding)

Es soll ja Rollstuhlfahrer geben, die schneller als erlaubt durch die Gegend rollen – auch für einige andere Menschen mit Behinderung empfiehlt es sich, nicht mit dem Kopf auf den Boden zu knallen. Und viele Eltern bekommen erst mal einen Herzinfarkt, wenn ihre Kleinen beim ChairSkating durch die Luft fliegen. Aber deshalb gleich mit einem hässlichen und vor allem schweren Helm unterwegs sein?

Wie wäre es damit? Die beiden Schwedinnen Anna Haupt und Terese Alstin haben eine Innovation herausgebracht, die wie ein Mode-Accessoire daherkommt, aber eigentlich der Sicherheit dient: einen Schlutzschlauch (750 Gramm) zum Tragen. Dank austauschbarer Hüllen lässt sich das Teil schnell dem Outfit anpassen, heißt es in der Werbung.

Sieben Jahre Entwicklungsarbeit

Viel Technik macht das Kragenstück zum Airbag: Das Innenleben besteht aus Gaskartusche, Speicherchip und diversen Sensoren. Sieben Jahre lang haben die zwei Industriedesignerinnen an ihrem Produkt „Hövding“ getüftelt. Gedacht ist es für Radfahrer – aber bekanntlich wissen wir: Was für die gut ist, hat es auch schon oft zu den Rollis geschafft.

Für „Hövding“ analysierten Fachleute Tausende Verkehrsunfälle von Radlern und fanden Bewegungsmuster heraus, die zum Sturz führen – werden die vom Schutzschlauch erkannt, verwandelt er sich in einen Helm (im Falle des oben genannten ChairSkatings will ROLLINGPLANET dafür aber nicht bürgen).

„Im Vergleich zu normalen Fahrradhelmen bietet Hövding die bis jetzt beste Stoßdämpfung der Welt“, erklären die Entwicklerinnen selbstbewusst. Die Neuheit ist in Deutschland ab 400 Euro erhältlich.

(RP)

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