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Eine von uns: Abstimmen für Mareike Adermann, damit sie doppelt so viel Geld bekommt

Die Rollstuhlbasketballerin gehört zu den fünf Finalisten bei der Wahl zum Sport-Stipendiaten des Jahres.

Mareike Adermann in der Nationalmannschaft (Foto: Team Germany)

Mareike Adermann in der Nationalmannschaft (Foto: Team Germany)

Die Deutsche Bank und die Stiftung Deutsche Sporthilfe küren in diesem Jahr zum ersten Mal den Sport-Stipendiaten des Jahres.

Als Preisträger wird der Athlet gesucht, der in den beiden letzten Semestern besondere Leistungen in seinem Sport und Studium vollbracht und unter einen Hut gebracht hat. Der oder die Sieger/in erhält für drei Semester ein doppeltes Stipendium – insgesamt 5.400 Euro.

In einer Vorauswahl wurden unter zahlreichen Einreichungen die fünf Besten nominiert – darunter die Rollstuhlbasketballerin Mareike Adermann, für die Sie jetzt bis 16. August 2013 im Internet abstimmen können: https://www.deutsche-bank.de

User können ein ISTAF-Wochenende in Berlin für zwei Personen inklusive zwei Übernachtungen mit Frühstück im Maritim Hotel und ISTAF-Tickets vom 30.8. –1.9.2013 gewinnen.

Das ist Mareike Adermann

Aus der Begründung, warum Mareike Adermann zu den fünf Finalisten gehört:

Mareike Adermann studiert im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre an der University of Wisconsin-Whitewater in den USA. Den gesamten letzten Sommer hat sie sich mit der Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft auf die Paralympics vorbereitet. In London gewannen sie die Goldmedaille, sie war im Finalspiel Topscorerin.

Trotz der Abwesenheit durch die Vorbereitung und die Paralympischen Spiele selbst, konnte Mareike Adermann das Semester und auch ihr Bachelorstudium mit der Note „sehr gut“ abschließen. Anfang 2013 erhielt sie die Zulassung für das Masterstudium.

Im Frühjahr erspielte die Stipendiatin mit ihrem US Collegeteam die amerikanische und mit ihrem Heimatverein dem Hamburger SV die Deutsche Meisterschaft. Hier wurde sie als „Most Valuable Player“ ausgezeichnet.

„Der Sport hat mir die Möglichkeit eröffnet, mein komplettes Studium in den USA zu absolvieren. Die enge Verknüpfung von Sport und Lernen auf dem gleichen Campus ermöglicht es mir, meine Leistungen im Sport zu verbessern und gleichzeitig das Studium in einer fremden Sprache in Mindeststudienzeit zu absolvieren.“

Das Kurzinterview mit Mareike Adermann

Was waren Ihre größten sportlichen Erfolge im vergangenen Jahr?

Mit der Rollstuhlbasketball-Damen-Nationalmannschaft habe ich bei den Paralympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen, und ich war Topscorerin im Finalspiel! Den ganzen Sommer hatten wir mit mehreren Auslandsaufenthalten zur Vorbereitung auf die Paralympics genutzt. Außerdem habe ich im März 2013 mit meinem US-Collegeteam die amerikanische Meisterschaft und vier Wochen später mit dem Hamburger SV die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

Sie studieren Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Management an der University of Wisconsin-Whitewater (USA). Durch den Sport verpassen Sie viele Vorlesungen. Haben Sie überhaupt die Chance, auch mal gute Noten zu schreiben?

Das 6. und 7. Semester meines Studiums habe ich im Mai und Dezember 2012 mit der Bestnote 4,0 abgeschlossen. Diese Semester waren zugleich die Semester, in denen ich durch die Paralympics am meisten verpasst habe. Ins 7. Semester bin ich direkt mit zehn Tagen Verspätung gestartet, da bin ich von den Paralympics zurück in die USA geflogen.

Ich habe das Glück, dass ich durch den Sport und das damit verbundene Sport-Stipendium die Möglichkeit bekommen habe, mein komplettes Studium in den USA zu absolvieren. Die enge Verknüpfung des Sports und des Lernens auf dem gleichen Campus haben es mir ermöglicht, meine Leistungen im Sport zu verbessern und gleichzeitig das Studium in einer zu Beginn fremden Sprache in der Mindeststudienzeit zu absolvieren. Auch wenn versäumter Unterrichtsstoff natürlich immer wieder aufgearbeitet werden muss.

Wie ist das mit dem Masterstudium?

Anfang 2013 erhielt ich übrigens die Zulassung für das Masterstudium, auch aufgrund von diversen Empfehlungsschreiben von Professoren, die mit meinen bisherigen Leistungen sehr zufrieden waren. Dass man Vorlesungen durch den Sport verpasst, heißt also nicht unbedingt, dass man keine guten Noten schreibt.

Gibt es ein besonderes Highlight aus dem vergangenen Jahr für Sie?

Im November 2012 konnte ich im Zusammenhang mit der Überreichung des silbernen Lorbeerblatts Herrn Gauck kennenlernen. Diese Ehrung ist mir in besonderer Erinnerung geblieben.

(PM)


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