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„Einer WM nicht würdig“: Heftige Kritik von Buggenhagen

Doch noch Dritte: Die Ausnahmeathletin erhält bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft nachträglich Bronzemedaille im Kugelstoßen.

 Marianne Buggenhagen beim Kugelstoßen. Hier erzielt sie ihre Silbermedaille bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2005 im im finnischen Espoo (Archivfoto: Kirsti Talsi/dpa)

Marianne Buggenhagen beim Kugelstoßen. Hier erzielt sie ihre Silbermedaille bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2005 im im finnischen Espoo (Archivfoto: Kirsti Talsi/dpa)

Marianne Buggenhagen vom PSC Berlin hat nachträglich die Bronzemedaille im Kugelstoßen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behinderten zugesprochen bekommen. Grund für diese Entscheidung war, dass die bisher Drittplatzierte Russin Larissa Volik wegen ihres Handicaps in eine andere Startklasse versetzt wurde. Den WM-Titel hatte sich Martina Willing (Potsdam) gesichert.

Die 60 Jahre alte Ausnahmeathletin Buggenhagen, die Ende 2012 noch eine Schulteroperation überstehen musste, feierte somit zwei Medaillen in Lyon (Frankreich): Gold mit dem Diskus, Bronze mit der Kugel. Insgesamt kommt die seit Mitte der 1970er Jahren querschnittsgelähmte Rollstuhlsportlerin auf die Bilanz von 36 Gold-, 11 Silber- und 8 Bronzemedaillen bei Paralympics, WM und EM. Allein bei Weltmeisterschaften gewann sie 30-mal Edelmetall – darunter 21 Titel.

Am Donnerstag kehrt sie in ihr Wahlheimat Bernau zurück. „Ich bin sehr glücklich, die harte Arbeit hat sich gelohnt. Jetzt geht es weiter, Rio ruft immer lauter. Weniger glücklich aber bin ich über die Umstände, unter denen das Championat in Lyon stattfand. Die waren einer WM nicht würdig“, kritisierte Buggenhagen die Organisation des Wettbewerbs. Bei großer Hitze war unter anderem der Ablauf entgegen vorangegangener Absprachen mehrfach geändert worden.

(RP/dpa)


Leichtathletik-WM 2013 in Lyon (19.-28.07.2013)
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