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Eltern des verstorbenen Babys Charlie wollen Stiftung gründen

„Zu viele Kinder verlieren den Kampf gegen seltene Krankheiten. Das zeigt, dass es mehr Forschung braucht.“

Connie Yates (r.) und Chris Gard bei einer Pressekonferenz kurz vor dem Tod ihres Babys Charlie. (Archivfoto: Jonathan Brady/Press Association/dpa)

Connie Yates (r.) und Chris Gard bei einer Pressekonferenz kurz vor dem Tod ihres Babys Charlie. (Archivfoto: Jonathan Brady/Press Association/dpa)

Die Eltern des kürzlich verstorbenen britischen Babys Charlie Gard wollen eine Stiftung für Kinder mit seltenen Krankheiten gründen. Das kündigte Charlies Mutter, Connie Yates, auf einer Fundraising-Webseite an. Charlie hatte an einem extrem seltenen Gendefekt gelitten. Er war Ende Juli nach einem monatelangen juristischen Streit um seine Behandlung kurz vor seinem ersten Geburtstag gestorben.

Seine Eltern wollten ihn gegen den Rat der Ärzte im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Sie hatten dafür umgerechnet knapp 1,5 Millionen Euro gesammelt. Sie unterlagen mit ihrem Vorhaben aber vor Gericht. Das Geld soll nun in die Charlie-Gard-Stiftung fließen.

Weltweit Aufsehen erregt

„Zu viele Kinder verlieren den Kampf gegen seltene Krankheiten. Das zeigt, dass es mehr Forschung braucht. Wir hoffen, dass wir durch Charlies Stiftung dabei helfen können, das zu ermöglichen“, schrieb Yates in einer Nachricht, die in der vergangenen Nacht veröffentlicht wurde.

Charlie hatte das mitochondriale DNA-Depletionssyndrom (MDDS). Er musste künstlich beatmet und ernährt werden. Zuletzt waren sich alle Experten einig, dass es keine Chance mehr auf eine Verbesserung seines Zustands gab. Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt. Sogar Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump hatten sich eingeschaltet.

(dpa)

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