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Empfehlungsstandards für barrierefreie Filmfassungen erschienen

Die Filmförderungsanstalt (FFA) hat einen Leitfaden erarbeitet, der die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Hör- oder Sehfähigkeit erklärt.

Seit 2017 dürfen nur Kinos, die die technischen Möglichkeiten zum Vorführen einer barrierefreien Filmfassung haben, Förderhilfen bekommen. (Foto: HeiFisch/pixelio.de)

Seit 2017 dürfen nur Kinos, die die technischen Möglichkeiten zum Vorführen einer barrierefreien Filmfassung haben, Förderhilfen bekommen. (Foto: HeiFisch/pixelio.de)

Die Vorschläge beziehen sich im Wesentlichen auf Standards bei der Audiodeskription und Untertitelung für Menschen mit eingeschränkter Hör- oder Sehfähigkeit. Um die technischen Vorgaben weitgehend zu vereinheitlichen, war zuvor auf Initiative der FFA eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kino-, Verleih- und Videowirtschaft und der Produzenten gebildet worden, die technische und operative Möglichkeiten sowie Voraussetzungen im Zusammenhang mit der Barrierefreiheit zusammengestellt haben.

Seit 2013 müssen alle Filme, die von der FFA wie auch vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gefördert werden, barrierefrei ausgestattet sein. Im Bereich Kino sieht das Gesetz seit 2017 vor, dass nur Kinos, die die technischen Möglichkeiten zum Vorführen einer barrierefreien Fassung geschaffen haben, zukünftig auch Förderhilfen bekommen können. Zudem können Maßnahmen in Kinos, die im Zusammenhang mit der Herstellung von Barrierefreiheit stehen, seit 2014 zu 50 Prozent als Zuschuss von der FFA gefördert werden. Die FFA veröffentlicht auf ihrer Website alle barrierefreien Filme, die in den Kinos anlaufen, sowie eine Liste der Kinos in Deutschland, die barrierefrei ausgestattet sind.

Die Empfehlungen für Standards barrierefreier Filmfassungen stehen ab sofort auf der FFA-Website unter www.ffa.de zum Download bereit.

(PM)

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1 Kommentar

  • Anna Mantei

    Verstehe ich das richtig: jemand, der*die nicht oder eingeschränkt hört/sieht UND auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat das Recht, dass ihm der FILM barrierefrei zugänglich gemacht wird, muss aber damit leben, wenn vor dem Kino eine Treppe ist?

    2. August 2017 at 16:18

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