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Endlich Folter in den eigenen vier Wänden: Der Zahnarzt kommt zu Ihnen

Seit 1. April gilt eine Neuregelung, um die zahnärztliche Versorgung von immobilen Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

Zahnarzt-Instrumente (Foto: Regina Kaute/pixelio.de)

Zahnarzt-Instrumente (Foto: Regina Kaute/pixelio.de)

Zum 1. April 2013 treten Neuregelungen in Kraft, die eine Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung von alten Menschen, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung oder einer psychischen Erkrankung bewirken sollen, die nicht oder nur mit erheblichem Aufwand eine Praxis aufsuchen können. Zahnärzte erhalten ab sofort eine zusätzliche Vergütung, wenn sie Hausbesuche machen. Die Maßnahme gehört zum Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG).

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FPD) erklärte dazu:

„Viele Patientinnen und Patienten schaffen aus Gesundheitsgründen oder wegen ihres Handicaps nicht den Weg in die Zahnarztpraxis. Deshalb müssen Zahnärzte verstärkt zu diesen Menschen kommen. Dies ist in besonderem Maße für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen, die die Zahnarztpraxis nicht mehr aufsuchen können, wichtig. Zahnmedizinische Erkrankungen sollen auch in diesen Fällen vermieden, frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die aufsuchende Versorgung wird deshalb angemessen und extrabudgetär honoriert. Die Anreize für eine bessere Versorgung weisen damit in die richtige Richtung. Eine entscheidende Versorgungslücke bei immobilen Patientinnen und Patienten wird nun geschlossen.“

Wo es weitere Infos gibt

Betroffene können sich bei Fragen an ihre Krankenkasse oder an die jeweils in ihrem Bundesland zuständige Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) wenden. Eine Übersicht über die KZVen in Deutschland finden Sie hier: www.kzbv.de/mitglieder.363.de.html

Auch bei der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gibt es online weitere Infos sowohl für Betroffene als auch für Angehörige: Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter.

(RP/PM)

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