Entdeckung: Hitler hatte behinderten Bruder

Jetzt muss die Geschichte des Dritten Reiches wohl doch noch umgeschrieben werden: Otto Hitler kam mit einem Wasserkopf zur Welt.

Den wollen wir nicht als Nachbarn: Adolf Hitler hält während des Dritten Reiches  eine Rede. Der  deutsche Chirurgie-Professor Ferdinand Sauerbruch hat angeblich bereits 1937 Hitler an der Grenze zum Wahnsinn gesehen und vorausgesagt, dass er „der verrückteste Kriminelle“ der Welt werden könnte. (Undatiertes Archivfoto: dpa)

Den wollen wir nicht als Nachbarn: Adolf Hitler hält während des Dritten Reiches eine Rede. Der deutsche Chirurgie-Professor Ferdinand Sauerbruch hat angeblich bereits 1937 Hitler an der Grenze zum Wahnsinn gesehen und vorausgesagt, dass er „der verrückteste Kriminelle“ der Welt werden könnte. (Undatiertes Archivfoto: dpa)

Forscher haben unter anderem im Archiv der Pfarrei von Braunau neue Einzelheiten zur frühen Kindheit von Adolf Hitler entdeckt. Demnach hat der spätere Reichskanzler und Nazi-Diktator, geboren am 20. April 1889 in Braunau am Inn (Österreich), einen jüngeren Bruder namens Otto, der mit einem Wasserkopf zur Welt kam und eine Woche nach seiner Geburt starb. Im Archiv der Pfarrei ist unter „Krankheit oder Todesart“ vermerkt: „Hydrozephalus“. Die örtliche Wochenzeitung „Neue Warte am Inn“ meldete in ihrer Rubrik „Sterbefälle“ in der Ausgabe vom 2. Juli 1892: „Am 23. Juni Otto Hitler, Beamtenskind, 7 Tage alt, Wasserkopf.“

Für Florian Kotanko, Historiker und Vorsitzender des Vereins für Zeitgeschichte Braunau stellen sich nun mehrere Fragen: „Wie wurde der dreijährige Adolf Hitler mit Geburt und Tod eines Bruders konfrontiert? Laut dem Jugendfreund Kubizek war Adolf ein sehr schwächliches Kind, so dass die Mutter stets Sorge hatte, auch ihn zu verlieren. Hat er den so genannten Wasserkopf des Bruders bewusst miterlebt? Und hat sich diese Beobachtung auf seine spätere Einstellung zu Menschen mit Behinderung ausgewirkt?“ Unter Hitler haben die Nationalsozialisten nicht nur 5,6 bis 6,3 Millionen europäische Juden ermordet, sondern in den Jahren 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 auch 300.000 Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung systematisch getötet.

Dass es den als Säugling gestorbenen Bruder Otto gab, war zwar bekannt, doch bis dato war angenommen worden, dass dies vor der Geburt Adolfs geschehen sei. Alle bisherigen Biographen haben sich auf eine offenbar falsche Angabe gestützt, die die jüngste Schwester Hitlers, Paula, nach Ende des Zweiten Weltkriegs machte. Paula Hitler wurde erst vier Jahre nach dem Tod Otto Hitlers geboren – und konnte daher die frühe Familiengeschichte nur aus Erzählungen kennen.

(RP/ag)

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5 Kommentare

  • Harry Haller

    Wann das wahr ist…

    31. Mai 2016 at 19:23
  • Haakon Nogge

    Wieso bitte „muss die Geschichte des Dritten Reiches wohl doch noch umgeschrieben werden“, wenn der dreiährige A.H. einen behinderten Bruder hatte, der mit einer Woche starb? Und seine Prophezeihung machte Sauerbruch nicht „angeblich“, sondern tatsächlich: http://www.archives.gov/iwg/declassified-records/rg-263-cia-records/rg-263-report.html

    31. Mai 2016 at 20:21
  • Ralf Zille

    Genau! Ich kenne über Adolf Hitler. Warum hat er alle hörgeschädigte und behinderte Menschen Menschen in Jahr 1939 getötet!!!

    31. Mai 2016 at 20:44
  • Daniel Horneber

    es muss gar nichts umgeschrieben werden die faschistischen Verbrechen werden dadurch nicht weniger schlimm.

    31. Mai 2016 at 21:52
    • ROLLINGPLANET
      ROLLINGPLANET

      Die Älteren werden unser Zitat und unsere Anspielung erkannt haben: Richtig, die Geschichte der Nazi-Verbrechen muss weder neu geschrieben werden noch lässt sich Hitlers Wahnsinn in irgendeiner Art und Weise rechtfertigen – genauso wenig wie damals, als der „Stern“ die angeblichen Hitler-Tagebücher präsentierte.

      1. Juni 2016 at 01:06

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